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Interview: Die nächste Frühlingsmesse ist schon in Planung

Samstag, 06.02.2010, 19:02 Uhr

Münster - Frühlingsgefühle weckt die Blumenschau , die bis zum morgigen Sonntag in der Halle Münsterland gezeigt wird. Tausende von Tulpen, Narzissen und Primelchen blühen in den Messehallen. Aber nicht nur die Frühlingsblüher geben den Ton an. Die „Macher“ der Ausstellung, die im Mittelpunkt der Messe „Frühling, Blumen, Freizeit“ steht, haben alle gärtnerischen Register gezogen, um ein prächtiges Bild zu arrangieren. Die Blumenschau in Münster kann durchaus als Mini-Gartenschau bezeichnet werden. WN-Redakteurin Gabriele Hillmoth sprach mit Messeleiter Robert Kahmann und dem Vorsitzenden der Kreisgärtner, Martin Dahlmann , über Trends bei der Messe und in den Gärten. Beide sind erst seit einem Jahr im Amt. In beiden Köpfen ranken aber bereits Ideen für die nächste Ausstellung in zwei Jahren.

Ist die Messe Frühling, Blumen, Freizeit immer noch ein Magnet?

Kahmann: Ich wäre sehr enttäuscht, wenn wir am Ende nur das Ergebnis von 2008 mit 40 000 Besuchern erreichen würden.

Was macht das Besondere dieser Ausstellung aus?

Kahmann: Im Mittelpunkt steht natürlich die Blumenschau, die wir mit dem Landesverband Gartenbau Westfalen Lippe als ideeller Träger durchführen und jetzt zum 14. Mal zeigen. Das Grundkonzept wurde von dem Landschafts- und Gartenarchitekten Hans-Werner Roth entwickelt, der auch Landes- und Bundesgartenschauen kreiert.

Wer kam auf die Idee, mitten in der Sonderausstellung das münsterische Schloss zu zeigen?

Kahmann: Die Idee wurde innerhalb des Messeteams entwickelt. Das Schloss ist der Hintergrund für Themengärten mit Rosen, Feng Shui, Hecken, Bambus und Gehölzen, die Herr Roth vorgeschlagen hat.

Ist es angesichts des aktuellen Wetters nicht ein bisschen zu früh für eine Frühlingsausstellung?

Kahmann: Die Wettersituation ist tatsächlich schwer, denn Anfang Februar ist der Frühling noch kein Thema. Aber wir haben bewusst den Termin so früh gewählt. Viele Wettbewerber beschäftigen sich mit dem Thema, aber wir sind die ersten im Jahr. Für uns ist es eine spezielle Herausforderung, um gerade zu dem frühen Termin das Thema zu realisieren.

Worin bestand die Herausforderung?

Kahmann: Die Heizung wurde beispielsweise in der Blumenschau zurückgestellt, damit die Pflanzen nicht zu früh treiben. Der Keukenhof, der zum ersten Mal dabei ist und sich sonst normalerweise nur auf Touristikmessen zeigt, hat seine Tulpen im Oktober auf Eis gelegt, damit sie genau im Frühjahr zu einem bestimmten Zeitpunkt gezeigt werden können.

Wie viele Pflanzen zeigen Sie in der Ausstellung?

Kahmann: Die Fachleute schätzen 30 000.

Dahlmann: Allein unsere Primelsäule ist auf kleiner Fläche mit 1200 Pflanzen bestückt.

Welche Trends sind in diesem Frühjahr denn angesagt?

Dahlmann: Pastelltöne bleiben Ton in Ton aktuell. Lila zieht sich auch durch den Sommer. Weißtöne sind nach wie vor gefragt. Weniger dagegen die Signalfarbe Gelb. Die Kunden nehmen überhaupt Abstand von kräftigen Farbtönen. Die Schachbrettblume ist beispielsweise eine Pflanze in zarten Farben, die schwer im Kommen ist. Das Gänseblümchen darf nicht vergessen werden, vor allem die Sorte Erdbeersahne.

Sie stecken selbst bestimmt schon mitten in den Frühjahrsvorbereitungen?

Dahlmann: So zeitig im Früjahr denken wir bereits an den Sommer und stehen dafür in den Startlöchern.

Schweben Ihnen schon neue Ideen vor, die sie bei der nächsten Ausstellung in 2012 umsetzen würden und sind sie mit der jetzigen Veranstaltung zufrieden?

Dahlmann: Bei der Messe Frühling, Blumen, Freizeit vollzieht sich ein Sinneswandel. Grün, Pflanzen und Bäume sind wichtig geworden. Dies können wir nur unterstützen. In diesem Jahr zeigen beispielsweise die Floristen ihr Können an einem großen Stand, vielleicht können sich beim nächsten Mal dann die jungen Gärtner vorstellen.

Kahmann: Wir haben einen neuen grünen Gürtel, der sich bis in die anderen Hallen zieht und an dem sich entlang die passenden Stände ranken. Wir setzen auf noch mehr Qualität und freuen uns, das erstmals alle Hallen komplett vermietet worden sind.

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