Hochschule Münster
Wie entstehen Maßstäbe?

Freitag, 09.04.2010, 11:04 Uhr

Münster - Die Entstehung von Normen in Geschichte und Gegenwart steht im Zentrum der öffentlichen Ringvorlesung „Gewohnheit, Gebot, Gesetz“ des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster . Die Reihe beleuchtet ab Dienstag (13. April), welche Normvorstellungen in früheren Epochen galten und welche Probleme die Begründung solcher Handlungsmaßstäbe heute bereiten kann, kündigten die Organisatoren, Prof. Dr. Nils Jansen und Prof. Dr. Peter Oestmann , vom Institut für Rechtsgeschichte jetzt an.

Die Bandbreite der 13 Vorträge reicht von den Zehn Geboten über Häresie und politische Spielregeln im Mittelalter bis zur Toleranz des Islam früher und heute.

„Die Ringvorlesung soll Wissenschaftler und Studierende aller Fächer sowie interessierte Laien ansprechen“, betont Jurist Prof. Peter Oestmann. „Die Vorträge sind bewusst interdisziplinär und thematisch breit angelegt - beteiligt sind Rechtshistoriker, Theologen, Philosophen, Historiker und Islamwissenschaftler.“

Die Forscherinnen und Forscher schlagen einen zeitlichen Bogen von der jüdischen Antike über Mittelalter und Frühneuzeit bis zum modernen Verfassungsrecht. Sie fragen auch nach der theologischen und philosophischen Begründung von Normen und ihrer Durchsetzbarkeit in der Realität. „Wie kann der Staat heute Normen begründen? Lassen sich angesichts der Globalisierung weltweit gültige Maßstäbe finden? Fraglich ist auch, ob sie noch religiös zu rechtfertigen sind“, erläuterte Oestmann.

Die Vorträge sind jeweils dienstags ab 18.15 Uhr im Hörsaal F2 des Fürstenberghauses, Domplatz 20-22, zu hören. Eröffnet wird die Reihe von dem Theologen Ulrich Berges aus Bonn mit dem Vortrag „Göttliches Gebot und göttliche Gewalt.

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