Nachrichten Münster
Casting im Cineplex: Jury sucht "Popstars"

Sonntag, 02.05.2010, 23:05 Uhr

Münster - Die einen sind ein reines Nervenbündel, knabbern an den Fingernägeln herum oder treten hibbelig auf der Stelle. Die anderen wirken souverän, beinahe unbeteiligt. Dieser Anschein trügt jedoch. „Ich bin ganz schön aufgeregt“, sagt die 17-jährige Marcella Caiombo aus Quakenbrück.

Kein Wunder: In wenigen Minuten wird sie vor einer Jury ihr gesangliches Können unter Beweis stellen. Für das Popstars-Casting des Senders Pro7 sind die Mädels sogar aus Niedersachsen und Hessen angereist. Erstmals macht die Castingshow, die in ihr zehn-tes Jahr geht, in 16 Städten halt, um „die besten Stimmen, außergewöhnlichsten Mädchen und strahlendsten Sängerinnen“ zu finden, wie der Pressetext wirbt. Die diesjährige Show steht unter dem Motto „Girls forever“. Am Samstag kam sie ins Cineplex .

Mirjam Fischer hat Glück. Strahlend tritt sie aus dem Casting-Raum heraus. Mit dem Song „Nobody knows“ von Pink kann sie die Jury überzeugen. Diese, so sagt sie, „war sehr nett“ und sei über ihr Stimmvolumen „erstaunt gewesen“. Mitsamt der Mutter und zwei Freundinnen war die 16-Jährige aus Kleve gekommen. Seit sie vier Jahre alt ist, singt sie, mitunter auch im Kirchenchor. Seit zwei Jahren nimmt sie Gesangsunterricht. Falls sie gewinnen sollte, überlegt die Gymnasiastin, die zehnte Klasse zu beenden und das Abitur nachzuholen. Vorerst diene das TV-Casting aber dazu, Erfahrungen zu sammeln.

Die „Liebe zum Singen“ stand bei den meisten Mädchen im Vordergrund. Andere, wie Alina Scholz aus Oldenburg, wollten so etwas „einfach mal ausprobieren“. Ob die Mädchen aber wirklich zu Stars werden wollen? „Das ist es ja gerade“, findet Larissa Schenten, die nach ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr im Kindergarten eine Ausbildung zur Erzieherin plant. Durch das Casting könnten diese Pläne durcheinandergeraten. Doch damit rechne sie eigentlich nicht, gibt die 19-Jährige zu.

Für die 17-jährigen Schülerinnen Isabell Anold und Erdina Mecina aus Eschwege bedeutet die Teilnahme, sich „einen Traum zu verwirklichen“. Das Casting sei ein „erster Schritt“. Immerhin kommt man bei Erfolg das nächste Mal direkt vor die TV-Jury.

So wie Susanna Wu aus Greven. Die 21-Jährige studiert in Düsseldorf Wirtschaftschemie und singt für ihr Leben gern. „Das stört schon fast die Nachbarn“, sagt sie. Wie Mirjam empfand auch sie die Jury als „sehr locker“ und war deshalb „entspannter, als ich gedacht hätte“. Ihre Mutter, die sie mitgenommen hatte, war „sehr stolz“. Bisher, so gibt sie an, habe ihre Tochter nie wirklich eine Chance gehabt. Umso schöner sei es, dass sie mit dem Casting ihr Gesangstalent zeigen könne. Was sie machen will, falls es bis zum Schluss reichen sollte, weiß Susanna noch nicht. Jetzt gilt es erstmal „richtig zu feiern“. Die erste Hürde auf dem Weg zum Popstar ist überwunden.

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