Hochschule Münster
Bares gegen Bakterien

Freitag, 18.06.2010, 10:06 Uhr

Münster - Bei der Bekämpfung multiresistenter Krankheitserreger bekommen Mediziner weitere Unterstützung von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG): Der Sonderforschungsbereich Transregio 34 ( SFB /TRR 34), der die Infektionsbiologie des Bakteriums Staphylococcus aureus untersucht, wird für weitere vier Jahre mit acht Millionen Euro gefördert.

An dem überregionalen Forscherverbund sind in dieser zweiten Förderperiode auch münsterische Forscher beteiligt. Sie erhalten insgesamt rund 900 000 Euro. Sprecher der Münsteraner ist Prof. Dr. Georg Peters vom Institut für Medizinische Mikrobiologie. Dem SFB/TRR 34 gehören auch Wissenschaftler aus Greifswald, Tübingen und Würzburg an.

Gemeinsames Ziel der Forscher ist es, Krankheitsentstehung und -verlauf von Infektionen mit Staphylococcus aureus zu untersuchen. Dieses Bakterium lebt, so heißt es in einer Pressemitteilung, im Nasen-Rachen-Raum vieler gesunder Menschen. Es kann jedoch auch lebensbedrohliche Infektionen fast aller Organe hervorrufen. Die Behandlung dieser Infektionen ist oft sehr schwierig. Einerseits haben sich antibiotikaresistente Stämme stark ausgebreitet. Andererseits treten auch chronische, gegenüber Therapien unempfindliche Krankheitsverläufe bei nicht antibiotikaresistenten Stämmen auf. Um die Infektionsbiologie des Bakteriums besser zu verstehen, wurden bereits in der ersten Förderperiode von 2006 bis 2010 wichtige Grundlagen geschaffen.

In der zweiten Förderperiode von 2010 bis 2014 ist die Westfälische Wilhelms-Universität Münster dem Konsortium beigetreten, das nun verstärkt die Interaktion von Staphylococcus aureus mit Wirtszellen und Wirtsorganismen untersucht. Auf diesem Gebiet haben die münsterischen Forscher viel Erfahrung heißt in der Mitteilung der Medizinischen Fakultät weiter.

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