Nachrichten Münster
Bleiberecht: Die Stadt zeigt sich solidarisch

Montag, 14.06.2010, 21:06 Uhr

Münster - „Wir haben als Stadt alles getan, was wir können“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe . Niemand widerspricht. Die einstimmige Resolution des Rates gegen die Abschiebung der in Münster lebenden Roma (WN, 11.6.) hat offenbar Eindruck hinterlassen - bei den Vertretern der GGUA Flüchtlingshilfe, der Roma-Initiative gegen Abschiebung und bei „ Amnesty International “. Die sind am Montagnachmittag im Stadthaus erschienen, um dem OB eine Fotobroschüre zu überreichen: „Schnappschüsse für ein Bleiberecht “.

Die Aktion hatte im vergangenen September für Aufsehen gesorgt: Damals wurden zwei rote Sofas in die Fußgängerzone vor Karstadt gestellt. Wer wollte, konnte sich dort fotografieren lassen, um sich so mit den 302 münsterischen Kosovo-Roma zu solidarisieren. Die Mappe macht was her: Politiker aller Parteien, Menschen jeden Alters und jedes Berufsstandes haben sich ablichten lassen.

Dass sich die Stadt mit ihrer Resolution so energisch an die Landesregierung wendet, sei ein gutes Zeichen, sagt Dr. Ulrike Löw von der Flüchtlingshilfe. Die münsterische Ausländerbehörde prüfe „alle Abschiebungshindernisse sehr wohlwollend“. Bislang sei noch niemand abgeschoben worden.

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