Nachrichten Münster
Funkturm: CDU bleibt skeptisch

Dienstag, 15.06.2010, 09:06 Uhr

Münster - Der Teufel steckt im Detail. Diese Erfahrung machte der neue CDU-Landtagsabgeordnete Josef Rickfelder, der sich - wie er am Montag im Gespräch mit unserer Zeitung betonte - in der vergangenen Woche tief in das Thema „Polizeifunkturm Aaseestadt“ hineingekniet hat.

Am Ende seiner Recherche hält es der Politiker, von Hause aus Polizist, eher für unwahrscheinlich, dass der von Anwohnern kritisierte, etwa 50 Meter hohe Funkmast auf dem Gelände der Landespolizeischule noch verhindert werden kann. Gleichwohl hat der Landtagsabgeordnete in Gesprächen mit dem NRW-Innenministerium zumindest die Voraussetzungen in Erfahrung gebracht, „die erfüllt sein müssen, um alternative Lösung umsetzen zu können“.

Also: Der aktuelle Plan sieht vor, auf dem Polizeigelände ein Technikgebäude zu errichten sowie einen Mast, an dem Richtfunk- und Mobilfunkantennen installiert werden sollen. Technisch wäre es laut Rickfelder möglich, mit dem Technikgebäude und der Richtfunkantenne umzuziehen. Etwa auf das Kasernengelände an der Manfred-von-Richthofen-Straße. Der Bund würde hierfür aber 64 000 Euro Miete pro Jahr verlangen.

Gesetzt den Fall, das Land würde diese Miete zahlen (wofür, so Rickfelder, sicherlich noch Überzeugungsarbeit zu leisten wäre), so würde auf dem Polizeigelände trotzdem die Mobilfunkantenne bleiben, für die ein 40-Meter-Mast erforderlich wäre.

Auch für die Mobilfunkantenne könnte man alternative Standorte finden, wenn auch nur in einem sehr beschränkten Radius. Der Grund: Mit Hilfe von sechs Standorten wolle die Polizei ein flächendeckendes Netz im Stadtgebiet für ihre Funkgeräte erarbeiten. Verschiebungen seien nur „in ganz engen Korridoren“ möglich.

Kurz und gut: Soll neben der Richtfunkantenne auch die Mobilfunkantenne verschwinden (und damit der städtebaulich umstrittene Mast in der Aaseestadt überflüssig werden), müssten laut Rickfelder die Firmen LVM oder Brillux bereit sein, die Antennen auf den Dächern ihrer Hochhäuser zu installieren. Diese Frage ist noch offen, überdies die nach den erforderlichen Mietzahlungen.

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