Hochschule Münster
Ruf ruiniert: Ex-Mitarbeiterin verklagt Uni

Mittwoch, 14.07.2010, 08:07 Uhr

Münster - Der Rechtsstreit zwischen der Universität Münster und einer ehemaligen Mitarbeiterin am Centrum für Religiöse Studien geht in die nächste Runde. Gestern entschied die dritte Kammer des Arbeitsgerichts Münster, dass die Zuständigkeit des Verfahrens weiter dort liegen soll. Die Universität, die der Ex-Mitarbeiterin Schadenersatz wegen Rufschädigung und Mobbings zahlen soll, wollte das Verfahren ans Landgericht verwiesen sehen, so der Direktor des Arbeitsgerichts, Dr. Michael Hülsheger.

Die Anwälte der Ex-Mitarbeiterin haben die Universität auf Zahlung von 500 000 Euro Schadenersatz verklagt (WN, 1. Juli), die Arbeitsrichterin hatte Ende Juni einen Vergleich und die Zahlung von 30 000 Euro an die Wissenschaftlerin vorgeschlagen. Dies wiederum wurde von der Universität Münster mit Hinweis auf ein beim Amtsgericht laufendes strafrechtliches Verfahren abgelehnt.

Für einen der Anwälte der früheren Mitarbeiterin, Prof. Klaus Michael Alenfelder, ist dies wenig verständlich. Die Vergleichssumme in Höhe von 30 000 Euro sei zwischen den Anwälten der Mitarbeiterin und den Juristen der Universität ausgehandelt worden, sagte Alenfeld unserer Zeitung. Er hätte dem Vergleich zugestimmt, „das Verfahren ist für meine Mandantin sehr belastend“, so Alenfelder. Bei dem noch anstehenden Verfahren beim Amtsgericht wegen Untreue soll von den ursprünglichen Vorwürfen gegen die Mitarbeiterin nicht mehr viel übriggeblieben sein. Nach Auskunft ihres Anwalts geht es nur noch um den Vorwurf der Beihilfe zur Veruntreuung von insgesamt 5000 Euro. Die Universität wollte die Angelegenheit mit Rücksicht auf das laufende Verfahren nicht kommentieren.

Anzeige
Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/167803?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597177%2F696337%2F
Zigarette als Brandursache
 
Nachrichten-Ticker