Nachrichten Münster
Burg Hülshoff: Münster spielt mit

Samstag, 07.08.2010, 17:08 Uhr

Münster - Dass Land und Landschaftsverband die Burg Hülshoff mit Hilfe einer Stiftung dauerhaft sichern und hier ein Literaturzentrum ansiedeln wollen (WN, 6.8.), hält Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe für eine rundum gute Nachricht: „Das ist für die Region eine sehr gute Entwicklung.“

Aber die Sache hat auch einen Haken: Sie kostet. Land und Landschaftsverband wollen sich an der Zwölf-Millionen-Stiftung mit jeweils vier Millionen beteiligen. Weitere vier Millionen sollen von anderen Partnern kommen - unter anderem von der Stadt Münster.

Für ihn sei klar, sagt der Oberbürgermeister, dass Münster sich dieser Verpflichtung nicht entziehen könne. Aber klar sei auch, dass in Münster derzeit alles unter der obersten Prämisse der Haushalts-Konsolidierung stehe. Von daher werde die Stadt natürlich Gespräche über eine münsterische Beteiligung an der Stiftung führen - aber gleichzeitig, so Lewe, nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten suchen: „Vielleicht könnten wir Drittmittel akquirieren.“

Wie berichtet, soll Burg Hülshoff nicht nur als Baudenkmal und als Heimstatt der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff erhalten werden, sondern gleichzeitig zu einem nordrhein-westfälischen Literaturzentrum ausgebaut werden. Auch dieses Thema, so der OB, werde die Stadt sicher intensiv beschäftigen.

Ob sich das Literaturzen­trum auf die Wasserburg (die ja unmittelbar vor den Toren der Stadt liegt) konzentriert, oder ob es auch in der Stadt und an der Uni stattfindet, ist für Lewe nachrangig. Der OB: „Wichtig ist, dass dieses kulturelle Kartenspiel erst einmal an die Region gegangen ist - wie die Karten dann verteilt werden, kann in einem zweiten oder dritten Schritt in Ruhe geklärt werden.“

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