Kultur Münster
Das nicht enden wollende Projekt

Dienstag, 28.09.2010, 18:09 Uhr

Münster - „ Klangsport “, sagt Marina Sahnwaldt , „scheint kein Projekt zu sein, das endet.“ Das klingt fast wie ein Stöhnen. Dabei ist die Begründerin und Regisseurin des „Klangsports“ durchaus zufrieden mit dem, was aus ihrem Idee geworden ist. Eine „ganz neue Disziplin“ nämlich, die sowohl im Sport als auch im musischen Bereich Einzug gehalten hat. Der „Sport zum Hinhören“ ist momentan angesagt.

Nach der erfolgreichen Uraufführung der „Klangsport“-Revue in Münster im vergangenen Jahr in der Sporthalle an der Lotharinger Straße und weiteren Vorstellungen in Senden, in Dortmund (Jubiläumsveranstaltung des Landessportbundes NRW ) und Hachen (Jahrestagung der Sportjugend NRW) wird das außergewöhnliche Musiktheater am heutigen Mittwoch ein weiteres Gastspiel anlässlich der Bundesschulmusikwoche in Frankfurt am Main geben. Musiklehrern und Musikwissenschaftlern ist es offenbar nicht verborgen geblieben, dass der „Klangsport“ ein Hörerlebnis für ungeübte und geschulte Ohren bietet, die Musikalität schult. Und zwar mit „sportlichen Instrumenten“.

Man nehme das Prellen von Basketbällen, das Schlagen von Hockeyschlägern oder das Schwirren von Springseilen, gebe das Trippeln von Gymnastikschühchen und das Quietschen von Sportschuhen dazu und würze dies mit einer Prise klackernder Tischtennisbälle, lauten Motivationsrufen und dem rhythmischen Schieben von Sportmatten auf dem Hallenboden - fertig ist die faszinierende Geräuschkulisse, die Sahnwaldt im Team mit den münsterischen Komponisten Stephan Froleyks , Markus Kuchenbuch und Kai Niggemann sowie dem Schauspieler und Choreografen Jan Sturmius Becker Anfang 2009 entwickelt hat.

Morgen wird sich die neue Disziplin, wie gesagt, einem Fachpublikum aus Musiklehrern und -wissenschaftlern in Frankfurt am Main präsentiert. Regisseurin Marina Sahnwaldt hat - eigens für diesen Anlass - mit acht Mitstreitern jüngst das Programm in Münster mit alten und neuen Klangbausteinen aufgemöbelt. Im Oktober will Sahnwaldt entscheiden, ob und wie es mit „Klangsport“ weitergeht. Anfragen für Auftritte, sagt sie, gebe es genug.

» Interessierte können sich per E-Mail (sahnwaldt@theaterformen.com) oder unter ' 382 10 70 melden.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/155869?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597177%2F696334%2F
Debatte um unzufriedene Mitarbeiter: Bewohner-Angehörige schalten sich ein
In der DKV-Residenz am Tibusplatz gibt es Ärger. Die Leitung lädt ihre Bewohner am Montag zum Austausch ein.
Nachrichten-Ticker