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Heavy-Metal-Urgesteine Mad Max aus Münster: Rock ist ihre Schokolade

Dienstag, 07.09.2010, 11:09 Uhr

Münster - Sie kommen aus Münster und touren um die ganze Welt: Mad Max. 1982 wurde die Band gegründet. Sie feierte in den ersten Jahren mit ihrem Heavy Metal made in Westfalen internationale Erfolge. 1989 löste sich die Gruppe auf, gab 1999 ein kurzes Comeback und ist nun seit 2005 wieder im Geschäft.

Und das offenbar ziemlich gut: Jüngst kam das Album „Welcome America“ auf den Markt, in diesem Festival-Sommer spielte Mad Max unter anderem beim Open Air in Wacken. WN-Redakteur Paul Meyer zu Brickwedde sprach mit Frontmann Michael Voss .

Wer sich über die Band informiert, findet bei Wikipedia als ersten Satz: „Mad Max ist eine deutsche Melodic-Rock-Band aus Münster.“ Würden Sie der Beschreibung zustimmen?

Michael Voss: Ja, warum nicht? Rock stimmt sowieso, und melodiös passt auch.

Und auch dem Hinweis darauf, dass Ihre Texte tiefgehender geworden sind und sich an christlichen Werten orientieren?

Voss: Ich bin zur Band dazugekommen, als ich 17 war. Da haben wir harten Heavy Metal gemacht, nichts anderes. Seitdem hat sich mein Horizont verändert und vergrößert - ich habe zum Beispiel den White Metal (Metal mit christlichen Texten, Anm.d.Red.) für mich entdeckt. Außerdem habe ich evangelische Theologie studiert, das Ganze ist also für mich nicht so weit weg.

Mad Max hat schon große Erfolge gefeiert - etwa in Japan -, aber mit zwei Bandauflösungen auch schon Tiefen durchschritten. Was motiviert da noch nach fast 30 Jahren, ins Studio zu gehen und durch die Welt zu touren?

Voss: Rock ist für mich wie für manch anderen Schokolade: Ich brauche Tag für Tag mein Stück. Und natürlich macht es Spaß, wenn man Leute in allen möglichen Ländern - wir waren beispielsweise in Tschechien, Italien, Spanien und den USA unterwegs - mit seiner Musik erreicht und unterhält.

Die Band hat zuletzt beim Rocklahoma-Festival in den USA gespielt, vor wenigen Wochen standen Sie in Wacken auf der Bühne. Mit was für einem Gefühl schaut man auf Zehntausende Menschen, die einem zuhören?

Voss: Das ist eine super, super Sache.

Keine Nervosität?

Voss: Nein, warum? Ich freue mich einfach auf die dreiviertel Stunde, die wir vor den 70 000 haben.

Zu hören war in Wacken auch manches vom neuen Album „Welcome America“. Wie würden Sie es beschreiben?

Voss: Highway-kompatible Cabrio-Musik für den Sommer mit einem Spagat zwischen Heavy und Rock.

Und das aus den Tiefen Westfalens?

Voss: Wieso nicht? Ich komme aus Münster, lebe heute im kleinen Gimbte vor den Toren der Stadt, nachdem ich zwischenzeitlich auch in Düsseldorf, München sowie in Hamburg gewohnt habe. Ich bin einfach gerne hier, ich bin gerne unterwegs und ich komme einfach immer wieder gerne zurück.

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