Nachrichten Münster
Taxi-Gewerbe freut sich über Hochkonjunktur

Freitag, 10.12.2010, 11:12 Uhr

Münster - Angesichts der eisigen Temperaturen kommen die Mitarbeiter in der Vermittlungsstelle der Taxizentrale ordentlich ins Schwitzen. An den Telefonen herrscht Hochkonjunktur, denn die Taxen sind derzeit heiß begehrt. „Es wäre im Augenblick kein Problem, 100 Autos mehr zu vermitteln“, sagt Roland Böhm , Vorstandsmitglied der Taxi-Genossenschaft, mit Blick auf die große Nachfrage in Zeiten von Eis und Schnee.

Doch so rosig wie jetzt sind die Aussichten in der Taxi-Branche ansonsten nicht gerade. Fünf bis sieben Euro brutto in der Stunde verdienen die Fahrer nach Auskunft von Roland Böhm im Schnitt. „Für wenig Geld ein schwieriger Job.“

Vor allem aber ärgert den Vorstand der genossenschaftlich organisierten Taxizentrale, regelmäßig für die schwarzen Schafe im Gewerbe in Mithaftung genommen zu werden. 220 Taxen setzt die Vermittlungsstelle der Genossenschaft nach eigenen Angaben in Marsch. Die restlichen Wagen in Münster werden vom Taxiruf bedient oder sind als Einzelkämpfer unterwegs.

Wenn es Beschwerden über unzureichenden Service oder Verspätungen gibt, sieht sich die Taxizentrale häufig zu Unrecht an den Pranger gestellt. Schließlich sei man ein reines Callcenter, das die Fahrten vermittele - im Schnitt 3000 Aufträge binnen 24 Stunden. Deren Verlauf könne man mittels modernen Digitalfunks auch gut nachvollziehen, betont Genossenschafts-Vorstandsmitglied Sven Kessler.

Mit einem vergleichsweise neuen Angebot bedient die Taxizentrale seit wenigen Wochen alle Kunden, die über ein Handy ihren Wagen bestellen und die Rufnummer nicht unterdrücken. Wenn der Auftrag vermittelt ist, bekommt der Kunde eine Kurznachricht auf sein Handy geschickt - mit der Wagennummer und dem Zeitpunkt des voraussichtlichen Eintreffens. „Damit wollen wir unseren Service weiter ausbauen“, so Kessler.

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