Hochschule Münster
Wirtschaft zeigt Interesse

Freitag, 14.01.2011, 10:01 Uhr

Münster - Auf dem Weg zur Elektromobilität : Das bundesweite Institutskonsortium „Lithiumbatterie-Verbundstrukturen“ (LiVe) hat nach der Hälfte der Projektlaufzeit ein Zwischenfazit gezogen. Die beteiligten Wissenschaftler, die an verbesserten, langlebigen Batteriematerialien und Herstellverfahren arbeiten, präsentierten jetzt an der Universität Münster ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse vor Vertretern der Industrie. Darunter waren Repräsentanten von Bosch , Continental, Evonik, Varta, Volkswagen und weiteren deutschen Herstellerfirmen von Chemikalien und Maschinen für den Bereich Lithium-Ionen-Batterien.

Bei dem Treffen wurden laut Pressemitteilung Forschungsergebnisse und ihr Transfer in die Verfahrensentwicklung bei Herstellern und künftigen Produzenten im Bereich Batterie und Elektromobilität diskutiert.

„Die Firmen zeigen ein beträchtliches Interesse an unserer Arbeit“, betont der Koordinator des Konsortiums, Prof. Dr. Hans-Dieter Wiemhöfer vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Ein Grund dafür sei die anwendungsnahe Zielsetzung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Verbundprojekts: die signifikante Verbesserung von Batteriematerialien. „Es geht um innovative, neue Verfahren der Nanostrukturierung von Batteriematerialien. Sie werden direkt und schnell aus dem Entwicklungsstadium im Labor in maschinelle Verfahren bei der Batteriematerialfertigung umgesetzt“, erklärt der Chemiker.

Insgesamt beschäftigen sich zwölf Teams von Wissenschaftlern aus sechs deutschen Universitäten im Rahmen des Konsortiums mit dem Thema. Es wird vom BMBF mit 5,3 Millionen Euro gefördert, davon gehen 2,3 Millionen Euro an die Universität Münster. Maßgeblich beteiligt sind sechs Forschergruppen aus den Fachbereichen Chemie und Physik der WWU, darunter auch das Batteriezentrum „MEET“ unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Winter.

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