Nachrichten Münster
Das Cuba wird 25: „Abseits vom Mainstream“

Donnerstag, 27.01.2011, 12:01 Uhr

MüNSTER - Sie fühlten sich als Münsters Alternative. Und der Name, den sie sich gaben, drückte das auch aus: C.U.B.A. Erst mit Punkten, später ohne, jedes mal allerdings nach einer langen Diskussion. 25 Jahre ist das jetzt her.

Eine der Gründerinnen des Cultur- und Begegnungszentrums Achtermannstraße ( Cuba ), die Grüne Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink , erinnert sich, dass ihr CDU-Kollege Ruprecht Polenz gesagt habe: „Wer sich Cuba nennt, muss sich nicht wundern, dass er keine Zuschüsse bekommt.“

Lang ist es her. Fünf Jahre, nachdem einige alternative Vereine, Kulturschaffende und Läden in das ehemalige FH- und Gautzsch-Großhandels-Gebäude gezogen war, gab es doch städtische Zuschüsse, erinnert sich Rainer Bode, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Cuba und ebenfalls einer der Gründer.

Zudem erfreuten sich die Alternativen, wenn auch anfangs von Seiten der Stadt skeptisch beäugt, von Anfang an der Unterstützung des Arbeitsamtes. Arbeitslosenberater Arnold Voskamp gestern bei einer Pressekonferenz zum Jubiläum des Cuba: „Allein vier von uns hier am Tisch waren damals ABM-Leute.“

Die Cuba-Leute haben nicht nur sozial Schwache beraten. Sozialberaterin Monika Kolodzey weiß das: „Wir waren selbst immer von Arbeitslosigkeit bedroht.“ Zwischendurch verzichtete man auf Gehalt, arbeitete ehrenamtlich - ein wichtiges Element auch heute.

Was als Bürgerschreck-Verein begann - auf den Namen Cuba waren übrigens die Architekten beim Umbau gekommen - steht heute mitten in Münsters Gesellschaft. Da lobt auch OB Markus Lewe die „kontrastreichen, vielfältigen, abseits des Mainstreams wirkenden Menschen und Vereine“.

Das Jubiläum wird ab Freitag bis zum 5. Februar mit zahlreichen Veranstaltungen gefeiert.

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