Nachrichten Münster
Großes Vorbild: Suyoen Kim

Donnerstag, 13.01.2011, 00:01 Uhr

Münster - Suyoen Kim hat es geschafft. Die 23-jährige Geigerin, die zurzeit in München ihr Konzertexamen vorbereitet, steht am Beginn einer Weltkarriere. Das hat sie, da sind sich die Professoren Ulrich Rademacher und Stephan Froleyks einig, nur ihrer guten kombinierten Ausbildung an der Musikschule und der Musikhochschule Münster zu verdanken. Frühförderung mit fünf Jahren, Jungstudentin mit neun, Landesstipendiatin mit 16, Joachim-Preisträgerin mit 19 - das ging alles so glatt, weil hier ein Rädchen ins andere gegriffen hat. Und weil es hier eben auch Familie, Freunde und Schule gibt. Warum also nicht aus dem „Fall Suyoen Kim“ ein Modell machen? Dass das auch bei anderen gut funktioniert, beweist gerade die Blockflötistin Tabea Debus, die sich auf ähnlichem Erfolgskurs befindet. Die Musikhochschule am Ludgeriplatz und die Westfälische Schule für Musik an der Himmelreichallee rufen deshalb gemeinsam eine „Jugendakademie“ ins Leben, die Hochbegabte fördern soll. Am 26. Februar gibt es eine erste Vorspielrunde für bis zu 30 Stipendiaten. Bewerben können sich Kinder und Jugendliche im Schulalter aus der ganzen Region. Dabei sollen die ursprünglichen Lehrer und Schulen in das Konzept von Einzelunterricht, Theorie und Gehörbildung, Konzerterfahrung und Bildungsreisen miteinbezogen werden. Die Kosten? Das normale Musikschulgeld, also etwa 90 Euro im Monat. Es gehe nicht darum, exklusive Star-Virtuosen heranzuziehen, betonen die Akademiegründer. Denn gute Musiklehrer, Orchestermusiker oder Bandleader würden ja schließlich auch gebraucht.

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