Piusallee
Fettforscher verlassen Münster endgültig

Freitag, 07.01.2011, 07:01 Uhr

Münster - Über Jahrzehnte hinweg gab es in Münster eine Einrichtung, die einerseits bewunderndes Staunen auslöste, andererseits aber auch die Frage provozierte: „Was ist das denn?“ Die Rede ist von der Bundesanstalt für Fettforschung .

Seit gestern ist die Ära der behördlichen Fettforschung in Münster vorbei. Die letzten zwölf Mitarbeiter im Dienstgebäude an der Piusallee haben ihre Schreibtische geräumt. Ab dem kommenden Montag arbeiten sie in Detmold beim „Institut für Sicherheit und Qualität bei Getreide“. Die münsterischen Forscher und ihre Kollegen aus Detmold gehören inzwischen allesamt dem in Karlsruhe ansässigen Max-Rubner-Institut an.

„Es ist schon ein komisches Gefühl, nach so langer Zeit hier die Zelte abzubrechen“, so der münsterische Fettforscher Dr. Hans-Jochen Fiebig .

Aber der Verlust des Standortes Münster sei nur eine Frage der Zeit gewesen. „Eigentlich sollten wir schon 1991 aufgelöst werden.“ Seinerzeit habe sich aber der damalige Wirtschaftsminister Jürgen W. Möllemann für den Erhalt der Arbeitsplätze an der Piusallee stark gemacht. Gegen den Trend, Forschungsinstitute im Bereich des Landwirtschaftsministerium zusammenzulegen, sei Münster letztlich machtlos gewesen. Zu Hochzeiten hatte die Bundesanstalt über 45 Mitarbeiter.

Erforscht wurden unter anderem Gesundheitsgefährdungen durch Acrylamid in stärkehaltigen Lebensmitteln.

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