SPD
Erdgas-Bohrungen

Montag, 31.01.2011, 10:01 Uhr

Münster - Am Wasserwerk Geist in Vennheide, einem der Eckpfeiler der münsterschen Wasserversorgung, erläuterte Münsters SPD ihre Haltung zu den bekannt gewordenen Erdgasförderabsichten im Münsterland. Die Firma Exxon will südlich und nördlich von Münster nach sogenannten „unkonventionellen Lagerstätten“ von Erdgas suchen. Dabei soll das Kohleflözgas im Untergrund des Münsterlandes erkundet werden.

Probebohrungen sind in Nordwalde und Drensteinfurt geplant. „Eine Versorgung mit heimischem Erdgas klingt verlockend, vor allem in Zeiten des Klimawandels“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Heuer, „aber die bekannt gewordenen Gefahrenmomente lassen mich skeptisch werden“.

Henning Klare, Vorsitzender der SPD Hiltrup-Berg Fidel, erläuterte die Risiken der geplanten Erdgasförderung: „Bei den geplanten Probebohrungen und der späteren Förderung von Erdgas werden chemische Substanzen in den Untergrund gepresst. Nur so lässt sich das Erdgas aus den Lagerstätten fördern. Dadurch könnte sich ein erhebliches Problem für Münsters Trinkwasserversorgung ergeben.“

In einem Ratsantrag der SPD werden Informationen und Bewertungen zu den geplanten Bohrungen von der Verwaltung und den Stadtwerken gefordert. Vor allem aber mahnt Münsters SPD eine Revision des Bergrechts an, nach dem solche Erkundungen genehmigt werden.

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