Kultur Münster
Junge Kunst trifft Clubkultur

Freitag, 04.03.2011, 16:03 Uhr

Münster - Während die Fassade neben dem Café Fundus im Bahnhof mit Streetart-Motiven bemalt wird, dringt aus dem Inneren ein tiefer Bass. 

Siebdrucke vermischen sich mit „Drum&Bass“, Fotoshows laufen zu French Electro Swing, große Sprechblaseninstallationen vereinigen sich mit Dubstep und Minimal. Wenn man diese Zutaten in einen Mixer gibt, kommt das bereits zweite „Eyes and Ears“-Festival for Clubculture dabei heraus. „Es gibt was auf die Ohren und für die Augen“, so beschreibt Albert Ruppelt von der monatlichen Clubreihe „Trust in Wax“ und Initiator des Festivals das Konzept. 

Mit dabei sind unter anderem die Jungs von „Diskodisaster“, die sich selbst als „Disco-Wohnzimmer-Bauer mit amtlicher Kommandozentrale“ beschreiben. Von ihnen stammen zum einen überdimensionale Sprechblasen und „Live-Visuals“, Projektionen, die für eine gemütliche Wohnzimmertanzfläche sorgen, zum anderen bringen sie auch verschiedene DJs an den Start, wie zum Beispiel „YesYesYo!“ aus Köln. „Hier haben sich unterschiedliche Veranstaltungen und Konzepte zusammengefunden, es ist kein typisches Konkurrenzding, sondern eine phänomenale Möglichkeit, etwas zusammen auf die Beine zustellen“, so Tobias Kohls von „Diskodisaster“: „Das ist etwas einzigartiges für Münster!“ Kollege Thorsten Jungkamp fügt hinzu: „Sowohl Kunst als auch Clubkultur gehen Hand in Hand.“ Jeder Raum der ehemaligen Tanzschule Rebel ist anders gestaltet: Nebenan ist eine Fotoshow von Fotograf Tim Schnetgöke zu sehen, die Künstler aus dem Clubkontext zeigt. Hier und in den anderen Räumen werden an den drei Festivaltagen DJs wie die von „Tanzstimulanz“, „Globalibre“, „Wemsor“ oder „Incontrol“ auflegen. Beim großen Festival Opening machte das DJ-Team „Funk Fatal“ schon einmal den Anfang mit Funk, Breakbeats, Elektro und Swing. 

An der Nebenfassade werden zugleich die Sprühdosen geschwungen. Bei verschiedenen „Live Art Sessions“ sind hier sowohl münsterische Künstler und Grafikdesigner als auch zwei Österreicher am Werk: Die Streetartisten „Nychos“ und „Nero“ kamen extra aus Wien, um zusammen mit „Rookie“ aus Münster „The Sound of Paint“ (so das Motto) zu zeigen.

Ein überdimensional großer Schlagzeuger mit Kopfhörern ist bereits erkennbar. Im „Fun Dus“ gibt es die Siebdrucke, Tuschezeichnungen und Collagen der Künstler zu sehen, die zu einem Teil etwas sehr Comicartiges ausstrahlen - ein Projekt, das bis zum Ende des Festivals an diesem Samstag fertig gestellt sein wird und den großen Mix der Clubculture erweitern soll.

» Das Festival wird am Samstag (5. März) ab 22 Uhr im „Fundus“, Berliner Platz 23 (Hauptbahnhof) fortgesetzt. Infos: ' 414 59 95.

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