Gasselstiege
Leben in der Stadt wird immer attraktiver - 40 neue Wohnungen geplant

Mittwoch, 08.06.2011, 22:06 Uhr

Münster - Noch deutet Klemens Nottenkemper mit dem Zeigefinger auf eine große Lücke, wenn er das ambitionierte Modell mit der Entwicklung der Gasselstiege 30 in der Hand hält. Doch im Jahr 2013 soll das Projekt mit Wohnraum und neuem Leben gefüllt sein.

Auf dem Grundstück, das 2600 Quadratmeter groß ist, sind bis dahin 40 neue Wohnungen geplant - gemütliche Stadthäuser für Familien und attraktive Kleinwohnungen, um den Bedürfnissen der Gesellschaft gerecht zu werden, wie der Geschäftsführer von Wohn und Stadtbau betonte. „Es ist ein Trend, dass die Menschen in die Stadt wollen. Und hier sollen alle Leute von der Studentenzeit bis ins hohe Alter Platz finden.“

Die Investitionen sollen bei knapp sechs Millionen Euro liegen, der Bau soll im ersten Halbjahr 2012 beginnen. Welches Architektenbüro den Auftrag erhält, entscheidet sich erst am 14. Juli. Bei einem ausgeschriebenen Wettbewerb, bei dem ein Preisgericht aus lokalen Politikern, Architekten und Stadtplanern insgesamt acht Pläne vorgelegt wurden, setzten sich vorläufig zwei Konzepte durch.

„Beide erhalten nun noch einmal die Möglichkeit, unsere Kritikpunkte in den Plänen zu bearbeiten. Danach treffen wir eine endgültige Entscheidung, mit wem bei dem Bauprojekt zusammengearbeitet wird“, sagt der Jury-Vorsitzende, Professor Oskar Spital-Frenking . Bei dem Grundstück in der Gasselstiege stellten die Veranstalter des Wettbewerbs sowohl Vorteile als auch Probleme heraus, die die Architekten bei ihren Planungen berücksichtigen müssen.

„Die Wohnungen sind zentral gelegen, die Infrastruktur funktioniert. Es sind alle Geschäfte in der Nähe, die Stadt ist schnell erreichbar, Spielflächen sind in unmittelbarer Nähe“, so Spital-Frenking. „Zugleich ist die Straße auch befahren, die Einkaufsläden haben hier ihre Anlieferungszonen, wo morgens oft schon die Lastwagen vorfahren.“ Den Emissionsbelastungen der Straße soll mit Komfortlüftungen in den Wohnungen begegnet werden, wo automatisch verbrauchte Luft abgeführt und frische Luft zugeführt wird.

15 Monate soll die Bebauung des Grundstücks dauern, wenn es im kommenden Jahr aus den Startlöchern geht.

Alle acht Vorschläge des Wettbewerbs sind von heute an bis zum 17. Juni bei der Wohn und Stadtbau, Steinfurter Straße 60, zu den Geschäftszeiten ausgestellt. Zu den verbleibenden architektonischen Vorschlägen des Wettbewerbs gehören das Büro Thesing aus Heiden und Niederwöhrmeier und Wiese aus Darmstadt.

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