Lewe und Radau zeichnen Öko-Vertrag
Guter Geschmack und gutes Gewissen

Dienstag, 28.06.2011, 20:06 Uhr

Münster - Die Liste der Fairtrade-Städte in Deutschland reicht von A bis W, von Augsburg bis Wuppertal, und umfasst 41 Kommunen. Münster hofft, demnächst ebenfalls dabei zu sein - und dann im Fairtrade-Alphabet zwischen Marburg und Neuss geführt zu werden.

Auf jeden Fall haben Oberbürgermeister Markus Lewe und Michael Radau vom Einzelhandelsverband gestern ein entsprechendes Bewerbungsschreiben unterschrieben.

Konkret geht es darum, dass die Bewerberstädte ein ausreichendes, öffentliches Bewusstsein für fair gehandelte Produkte nachweisen müssen. So musste die Steuerungsgruppe, die in den vergangenen Wochen die Bewerbungsunterlagen erstellte, die Adressen von Eine-Welt-Läden zusammentragen, ferner die Adressen von Lebensmittelläden, die fair gehandelte Produkte führen.

Gastronomiebetriebe, die fair gehandelte Produkte an ihre Kunden weitergeben, gehörten ebenfalls in die Bewerbungsmappe.

Nach Ansicht von Michael Radau, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland und Sprecher der Steuerungsgruppe, „erfüllt Münster alle wichtigen Voraussetzungen“.

Für die Erfüllung eines ganz wichtigen Kriteriums sorgte schließlich der Rat der Stadt Münster: Er fällte den formellen Beschluss, eine Bewerbung abzuschicken.

Lewe brachte in einer kurzen Ansprache seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich das Thema fairer Handel nicht mehr auf einen kleinen Verkaufstisch in der Kirche beschränke.

Der fair gehandelte Kaffee, den er trinke, „schmeckt mir sehr gut“. Michael Radau brachte das Konzept auf die einfache Formel: „Guter Geschmack und gutes Gewissen !“

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