Merlin-Preis für Christian Glade
Der Comedy-Magier

Dienstag, 28.06.2011, 04:06 Uhr

Münster - Was ist sein Rekord? „35“, sagt Christian Glade . 35 Uhren hat er bei einer Gala in Helsinki weggehext. Die Opfer waren Ärzte. Nach der Show bekamen sie ihre Zeitgeber im Geschenkkarton zurück. Das sind so Momente, die der Magier aus Münster an seinem Job klasse findet: „Wenn man da mit einem Vorstandsvorsitzenden was macht - und die strahlen wie ein kleines Kind, das einen Lutscher geschenkt bekommen hat.“

Glade ist 28 Jahre alt, aber unter Magiern hat er schon einen Namen. Demnächst erhält er den renommierten Merlin-Award der weltgrößten „International Magicians Society“. Deren Gründer Tony Hassini kommt dafür extra nach Deutschland, in Haltern wird der Preis verliehen, weil da Glades Management sitzt. Vorher darf sich der Jungzauberer ins Goldene Buch Münsters eintragen. Den „Zauber-Oscar“ bekommt der Münsteraner als bester Comedy-Magier.

Die Karriere fing für den Friedensschüler Glade in einem Ferienlager an: „Da hat einer eine Münze verschwinden lassen.“ 20 Mal und der Junge aus Münster hat den Trick nicht kapiert: „Ich dachte wirklich, der kann zaubern.“

Vor allem dachte er, dass er das auch machen sollte. Er kaufte das Handbuch der Magie von Jochen Zmeck und übte vor dem Spiegel: „Jeder in meiner Familie musste zugucken - zig Mal.“ Nach drei Monaten zauberte er bereits vor der Feuerwehr.

Auch als er Betriebswirtschaft studierte, ließ er das Zaubern nicht. „Mathevorlesungen“, sagt Glade, „eignen sich hervorragend, um Kartentricks zu üben.“ Besonders natürlich in der Wahrscheinlichkeitslehre, wo Glade demonstrieren kann, dass ein und dieselbe Karte immer oben auf dem Stapel erscheint, egal an welcher Stelle man sie hineingesteckt hat.

Sein Diplom hat er in der Tasche, falls das mal mit der Zauberei nicht klappen sollte. Danach sieht es aber nicht aus: Glade ist 120 Mal im Jahr unterwegs, seine Wohnung in Gievenbeck sieht er selten. Seine Freundin nimmt er aber schon mal mit. Glade zaubert dreisprachig, wird von großen Firmen von einer Veranstaltung zur nächsten empfohlen. Amerika, Asien, Skandinavien, Dubai - überall hat er bereits Menschen bezirzt.

„Eigentlich“, sagt er, „habe ich alles erreicht, was man als Zauberer erreichen kann.“ Ein Traum bleibt: „Mal bei irgendwelchen Hollywood-Schauspielern in den Villen zu zaubern - vielleicht bei Brad Pitt.“

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