Kultur Münster
Störfaktoren als Kick

Sonntag, 10.07.2011, 17:07 Uhr

Münster - „Als ob du Schiela“, könnte ein Geflügeltes Wort´ werden in der Kunstwelt. Denn Thomas Schiela aus Xanten kann malen, dass einem die Augen einen Streich zu spielen scheinen. „ Störfaktoren “ nennt der Künstler die kleinen aber wesentlichen Auswahlkriterien für seine Transformationen vom Foto zum gemalten Bild.

Unschärfe und Verwacklungen beim Foto sind zwei Beispiele für diese Störfaktoren. Bei seiner Einführungsrede zum Werk erklärte Ruppe Koselleck den besonderen Reiz der Bilder: Das Alltägliche rückt in den Mittelpunkt der Betrachtung. Nicht Prominente werden dargestellt, sondern Menschen, wie wir sie täglich treffen. So werden sie durch die Auswahl des Künstlers für seine zumeist großformatigen Leinwände zum Besonderen.

„Ich wollte immer nur malen“, antwortet Thomas Schiela auf die Frage nach dem immer wieder geführten Diskurs über den Stellenwert der Malerei in der modernen Kunst. In eine Diskussion über die Diffamierung von Malerei als „Kunsthandwerk“ will sich Thomas Schiela nicht einlassen. Dass die Herstellung seiner Bilder aber viel Zeit und handwerkliches Geschick erfordern, gibt er gerne zu. Bis zu achtzig Arbeitstage benötigt der 45-Jährige für seine Aquarelle auf Leinwand.

Studiert hat Thomas Schiela zwischen 1993 und 1997 an der Kunstakademie in Münster. Hier lernte er auch Ruppe Koselleck kennen, der ihn zusammen mit Oliver Breitenstein nun im Rahmen des „Zentrale Festivals“ und der Ausstellungsserie „C.I.A. -Contemporary International Art“ in die Räumlichkeiten vom „Berliner Kunstverein“ am Hafen eingeladen hatte.

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