Einkommensstatistik
Münsteraner gehören zu wohlhabendsten Menschen in Deutschland

Montag, 26.09.2011, 06:09 Uhr

Münster - Münsteranern geht es im Deutschlandvergleich finanziell meist sehr gut. Das verfügbare Einkommen je Einwohner liegt bei 21.757 Euro im Jahr und damit um 2774 Euro über dem Bundesdurchschnitt , wie aus einer jüngst veröffentlichten Statistik hervorgeht.

Um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen, hat unsere Zeitung einmal die Zahlen der 23 deutschen Städte in der Kategorie „200 000 bis 400 000 Einwohner“ näher unter die Lupe genommen: Münster belegt hier Platz drei hinter Wiesbaden und Karlsruhe. Nimmt man das Schlusslicht in dieser Statistik zum Maßstab, die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt, so kann jeder Münsteraner vom Säugling bis zum Greis beträchtliche 6463 Euro im Jahr mehr ausgeben, das sind 538 Euro im Monat.

Im regionalen Vergleich ist Münster ohnehin die unangefochtene Spitze. Der „Vorsprung“ gegenüber den vier Münsterlandkreisen variiert zwischen 1034 Euro (Kreis Warendorf) und 2898 Euro (Kreis Borken). Bemerkenswert ist hierbei, dass alle Münsterland-Kreise noch vor den benachbarten Großstädten Hamm und Dortmund rangieren.

Es verwundert nicht, dass das Realeinkommen in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf mit 22 520 Euro über dem münsterischen Niveau liegt. Auffallend ist eher, dass es im Rheinland einen ausgewiesenen Speckgürtel rund um die Großstädte Düsseldorf, Köln und Bonn gibt.

So haben die Menschen im Kreis Mettmann, im Kreis Neuss, im Rheinisch-Bergischen Kreis (Bergisch-Gladbach) und in der kreisfreien Stadt Remscheid durchschnittlich mehr Geld in der Tasche als die Münsteraner.

Das gilt im Übrigen auch für einen weiteren Speckgürtel, der sich südlich des Ruhrgebietes erstreckt. Die Rede ist vom Ennepe-Ruhr-Kreis (Schwelm), dem Kreis Olpe und dem Märkischen Kreis. Der Kreis Olpe führt sogar die NRW-Statistik mit 24 771 Euro an.

Die aktuell von den statistischen Ämtern der Länder veröffentlichten Daten stammen aus dem Jahr 2009. Die Angaben reichen zurück bis zum Jahr 1995.

Auch im Jahresvergleich zeigt sich, dass die Münsteraner überproportional stark von den finanziellen Zuwächsen profitieren.

So wuchs im Bundesdurchschnitt das verfügbare Einkommen in diesen 14 Jahren um 2295 Euro je Einwohner, bei den Münsteranern hingegen waren es 4770 Euro, mehr als doppelt so viel.

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