Tage des Provinzfilms
Drehbücher für die Provinz - "Wahl des Lieblings-Wilsberg"

Donnerstag, 22.09.2011, 00:09 Uhr

<1>Münster - Im zehnten Jahr zum absoluten Rekord: 107 Einsendungen zum Drehbuchförderpreis Münster .Land „Geschichten für die Provinz“ erreichten den Filmservice Münster.Land bis Anfang September. Die Drehbuchentwürfe kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und der Türkei. Nun hat die Jury die Qual der Wahl, doch sie muss zunächst eine Liste mit den zehn besten Filmstoffen erstellen. Deren Autorinnen und Autoren werden eingeladen, bei einem Drehbuchtag im Cinema ihre Stoffe Produzentinnen und Produzenten aus Europa zu präsentieren. <2>Mit dem Drehbuchtag starten die „Tage des Provinzfilms “, die der Filmservice Münster.Land und die Linse in diesem Jahr erstmalig von Donnerstag, dem 13. Oktober, bis Sonntag, dem 16. Oktober, im Cinema im Rahmen des Filmfestival Münster präsentieren. Neben der Verleihung des Drehbuchförderpreises Münster.Land „Geschichten für die Provinz“ 2011 stehen dabei zwei Werkstattgespräche, außergewöhnliche Filmvorführungen und allabendlich der „Orange Provinz-Salon“ mit Live-Musik und Gesprächen auf dem Programm. Offiziell eröffnet wird das Provinzfilm-Ereignis mit dem chilenischen Spielfilm „El Huacho - Ein Tag im Leben“ am Donnerstag, dem 13. Oktober, um 20 Uhr. „El Huacho“ ist eine warmherzige Familiengeschichte mit Laiendarstellern über den Alltag einer Bauernfamilie im Süden Chiles. Nach dem Film laden Filmservice Münster.Land und die Linse ab 22 Uhr in den „Orangen Provinz-Salon“ ins Cafe Garbo: Das Duo „Contraviento“ mit Isabel Lipthay und Martin Firgau verzaubert mit Musik und Texten aus und über Chile. Zum Provinz-Leben in Chile und in Münster wird Jens Schneiderheinze die beiden befragen. Um den Weg vom Drehbuch zum Film geht es am Freitag, dem 14. Oktober, von 11 bis 14 Uhr. Im Werkstattgespräch „Die Szene kenne ich ja gar nicht – Der Weg vom Drehbuch zum Film“ sprechen die Autorin und Regisseurin Pia Strietmann und Prof. Hans-Erich Viet, Regisseur, Autor und Professor für Spielfilmregie an der ifs Köln, anhand von Drehbuchlesungen und Filmbeispielen über den langen Prozess vom geschriebenen Wort zum laufenden Bild. Das Werkstattgespräch findet im großen Saal des Cinema statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung wegen der begrenzten Teilnehmerzahl unter filmservice@stadt-muenster.de jedoch zwingend erforderlich. <3>Ab 18 Uhr wird es dann spannend: Der Filmservice Münster.Land verleiht zum sechsten Mal den Drehbuchförderpreis Münster.Land „Geschichten für die Provinz“ für den besten Drehbuchentwurf abseits der Metropolen. Begleitet wird die Preisverleihung vom Duo Willenbrink/Fischer. Sie präsentieren Auszüge aus ihrem aktuellen Programm „Foxtrott“. Im Anschluss, gegen 19 Uhr, ist der Film „Tage die bleiben“ zu sehen. Das Buch zu diesem Film stammt von der aus Münster stammenden Autorin und Regisseurin Pia Strietmann, der Entwurf zum Drehbuch wurde beim Drehbuchförderpreis 2005 ausgezeichnet. 2010 wurde das Buch in Münster und Umgebung verfilmt. „Tage die bleiben“ auch ist der Eröffnungsfilm des Filmfestival Münster. Um neue Wege im Leben geht es auch in dem anschließenden Film „On the beaten track“. Eine Dokumentation, die von den Lebenswegen rumänischer Schäfer in der neuen EU-Welt erzählt. „On the beaten track“ beginnt um 21 Uhr. Im Anschluss öffnet am Freitag, dem 14. Oktober, ab ca. 22.30 Uhr wieder der „Orange Provinz-Salon“ mit „Johnny Ketzel und seinem Schließer“. Mit lockerer Lyrik und losem Mundwerk macht sich der Münsteraner Johnny Ketzel die amerikanische Country-Musik zu eigen und eröffnet ihr in deutscher Umgangssprache neue Horizonte. Im Gespräch mit Jens Schneiderheinze sind an diesem Abend Pia Strietmann und Hans-Erich Viet. Ganz im Zeichen des Drehbuchs steht auch der Samstag, der 15. Oktober. In einem Werkstattgespräch „Einführung in das Drehbuchschreiben“ zeigt der bekannte Autor Christoph Busch Wege auf, den schon immer erträumten Film in Worte zu fassen. Er gibt einen Überblick über Form und Struktur eines Drehbuches und die Voraussetzungen, die zum Schreiben nötig sind. Die Veranstaltung findet von 11 bis 13 Uhr im großen Saal des Cinema statt. Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter filmservice@stadt-muenster.de zwingend erforderlich, die Teilnahme ist kostenlos. Gleich fünf Leckerbissen für Freunde des münsterschen Provinz-Krimis gibt es am Samstagabend ab 18.30 Uhr: Fünf Lieblings-Wilsbergs werden nacheinander in einer „Langen Wilsberg-Nacht“ gezeigt. Selbstverständlich gibt es im Garbo am Sonntagmorgen danach ein kräftiges Frühstück. Gewählt werden kann unter www.filmservice-muenster-land.de . Wer sich an der Wilsberg-Wahl beteiligt, hat außerdem große Chancen auf einen attraktiven Gewinn. Zwischen den Filmen gibt es im „Orangen Provinz-Salon“ Live-Jazz mit dem münsterländischen Pianisten Sebastian Altekamp. Außerdem wird Jens Schneiderheinze zahlreiche Gespräche rund um Wilsberg führen, an erster Stelle natürlich mit Schauspieler Leonard Lansink. Ihren Abschluss finden die „Tage des Provinzfilms“ mit einer ganz besonderen Leinwand-Premiere: Das auf dem münsterländischen Wasserschloss Anholt im Frühsommer 2011 gedrehte Märchen „Aschenputtel“ ist am Sonntag, dem 16. Oktober, um 11 Uhr erstmalig zu sehen. Die Neuverfilmung des bekannten Märchen-Klassikers wurde in Auftrag des WDR im Kreis Borken gedreht und wird Weihnachten in der ARD zu sehen sein. (Deutschland 2011, Regie: Uwe Janson, Drehbuch: David Ungureit, mit Aylin Teze, Barbara Auer, Pheline Roggan, Florian Bartholomäi, Harald Krassnitzer u.a.). Ein Provinz-Spaß für die ganze Familie. Der „Orange Provinz-Salon“ ist an diesem Sonntag, dem 16. Oktober, ganz den jüngsten Kino-Besuchern gewidmet. Der in Billerbeck lebende Liedermacher Klaus Foitzik spielt ab 12.30 Uhr für die Kinder. Foitzik gehört 2004, 2006 und nun auch wieder 2011 zu den Preisträgern des Nürnberger Kinderliederwettbewerbs. Mit einem ganz besonderen Lied ist er auch 2007 beim Kinder-LiederWelt-Wettbewerb von WDR5 erfolgreich: Gemeinsam mit einem 8-jährigen Mädchen schreibt er "Die kleine Eule wollte fliegen" und fliegt mitten unter die Siegertitel. 2008 folgt dann sein erster Nummer-1-Hit in den Lilipuz-Kindercharts; 2011 steht er mit einem Benefizsong für eine Stiftung von Fußballnationalspielerin Birgit Prinz sogar drei Wochen an der Spitze der Kindercharts.

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