Geplante Schule würde voll ausgeschöpft
Fragebögen sind ausgewertet: Eltern wünschen sich eine Sekundarschule

Freitag, 07.10.2011, 00:10 Uhr

Münster - „Viele Eltern in Münster wünschen sich eine Sekundarschule “, fasst Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke das Ergebnis der Bedarfsabfrage der Stadt zusammen. 4608 Eltern, deren Kinder aktuell eine dritte oder vierte Grundschulklasse besuchen, wurden nach ihrem Interesse gefragt, ihr Kind am geplanten „Schulcampus“ in Roxel anzumelden. 1771 Eltern haben geantwortet. 27 Prozent von ihnen würden ihren Sohn oder ihre Tochter „ganz bestimmt“ oder „eher ja“ an der Sekundarschule in Münsters Westen anmelden. In absoluten Zahlen ausgedrückt: 76 Eltern von Viertklässern wollen hier „ganz bestimmt“ ihr Kind anmelden, weitere 152 „eher ja“. Ähnlich hoch der Zuspruch aus den dritten Klassen. 72 beziehungsweise 152 Eltern sprechen sich für die neue Schulform und das gemeinsame längere Lernen aus. Der Schulcampus ist als vierzügige Schule geplant mit Klassen nicht größer als 25 Schülern. „Die Aufnahmekapazität der Sekundarschule mit jährlich 100 Schülerinnen und Schülern wird voraussichtlich komplett ausgeschöpft, wenn nicht sogar überschritten“, bilanziert Klaus Ehling die Umfrageresultate. „Damit ist der erforderliche Bedarfsnachweis für die Schulneugründung erbracht“, so der Leiter des Amtes für Schule und Weiterbildung. Hohe Rücklaufquote Betrachtet man die Rückgabe der Fragebögen nach Stadtteilen, erreichte der Stadtbezirk Ost mit 48 Prozent die höchste Quote, Nord mit 27 Prozent die niedrigste. Mitte und West liegen mit 42 Prozent beziehungsweise 45 Prozent über dem statistischen Mittel. Aus den letztgenannten Bezirken kommen auch die höchsten absoluten Teilnehmerzahlen. 38 Prozent der Eltern im Westen Münsters würden ihr Kind „ganz bestimmt“ und „eher ja“ anmelden, im Bezirk Mitte noch 23 Prozent. Lediglich in Münster Südost ziehen lediglich 19 Prozent eine Anmeldung ernsthaft in Erwägung. Die Fragebögen ließen den Eltern auch Platz für ergänzende Hinweise. 150 Eltern, die ihr Kind nicht an der Sekundarschule anmelden würden, machten davon Gebrauch. Ein Großteil davon begründet ihr „Nein“ mit der Entfernung und der Länge des künftigen Schulweges. Anderen Eltern war es wichtig zu betonen, dass sie nicht das Konzept der Sekundarschule beurteilen, sondern sich ihre Antwort ausschließlich über den Standort der Schule begründet. Schulamtsleiter Ehling: „Die Umfrage spiegelt ganz klar einen Bedarf für die neue Schulform von Eltern aus der gesamten Stadt“.

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