Sekundarschule
Überraschendes Nein aus Roxel - Pläne wurden abgelehnt

Sonntag, 02.10.2011, 04:10 Uhr

Münster - Die Pläne für die neue Sekundarschule in Roxel wanken. „Völlig überraschend“, so Schuldezernentin Dr. Andrea Hanke , haben sich am Mittwochabend die Schulkonferenzen von Haupt- und Realschule auf dem Schulcampus Roxel gegen die Pläne ausgesprochen - einstimmig, obgleich Schulleitungen und Lehrkräfte seit Monaten mit Stadt und Bezirksregierung am Konzept für die neue Schule gearbeitet hatten.

In der vergangenen Woche hatten beide Schulen gemeinsam mit der Schulverwaltung bereits für Eltern künftiger Schüler eine Infoveranstaltung abgehalten. Die Schule soll nach den Planungen der Stadt im kommenden Schuljahr an den Start gehen.

Das soll nach dem Willen der Verwaltung so bleiben. Denn die Beschlüsse der Schulkonferenz sind gesetzlich nicht bindend. Auch die Bezirksregierung empfiehlt der Stadt als Schulträger, bei ihren Sekundarschulplänen zu bleiben, wie deren Sprecherin gestern erklärte. So sieht eine Verwaltungsvorlage, die am 19. Oktober im Rat verabschiedet werden soll, weiterhin die Gründung der Sekundarschule vor.

Denn für die Stadt als Schulträger geht es schlicht darum, „angesichts seit Jahren sinkender Schülerzahlen in Haupt- und Realschule Roxel den Standort im Stadtteil zu halten“, sagte Hanke. Nur noch jeweils 39 Schüler sind aktuell in Haupt- und Realschule eingeschult worden. Immerhin habe die Stadt in den vergangenen Jahren 13 Millionen Euro in die Modernisierung des Schulzentrums investiert, bemerkte Hanke.

Eine erste Roh-Auswertung der Umfragen des Schulamtes unter den Eltern der Dritt- und Viertklässler ergab ein „großes Interesse“ für die neue Sekundarschule, so Schulamtsleiter Klaus Ehling: 72 Eltern von Viertklässlern und 67 von Drittklässlern wollen danach hier „ganz bestimmt“ ihre Kinder anmelden, 147 beziehungsweise 168 wahrscheinlich.

Die Schulkonferenz der Hauptschule Roxel hat eigens darauf hingewiesen, dass ihr Beschluss nicht als Votum gegen die Sekundarschule zu verstehen sei. Sie wendet sich aber, ebenso wie die Realschule, gegen die Auflösung ihrer Schule, die mit dem Sekundarschulbeschluss verbunden wäre.

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