Brücken-Konzept „primitiv“
Vernichtende Kritik der Parteien an Spiekerhof-Plänen

Münster -

Hätte die städtische Denkmalpflegerin Marlies Voss gestern Morgen geahnt, was sie abends in der Bezirksvertretung Münster-Mitte erwartet – sie hätte sich garantiert krank gemeldet.

Freitag, 04.11.2011, 22:11 Uhr

Denn das von ihr vorgestellte Konzept zur (möglichen) Neugestaltung der Aa-Brücke am Spiekerhof wurde mit den Stimmen aller Parteien abgelehnt. Die Kommentare der Kommunalpolitiker waren dabei so heftig, dass Voss genervt antwortete: „Zu ihrer Einschätzung des Entwurfs möchte ich mich nicht äußern.“
Ludger Kiekenbeck ( CDU ) bezeichnete den vorgelegten Entwurf, der die „ Aa sichtbar“ machen soll, als „primitiv“. Das Niveau entspreche der „sechsten Klasse der Realschule“. Da im Mittelpunkt des 450 000 Euro teuren Konzeptes ein neues Geländer steht, machte Klaus Bleckmann (CDU) gleich einen ironischen Sparvorschlag: „Das Geländer gibt es für 150 Euro je Meter bei Hornbach.“
Auf Vorschlag von Marita Otte (SPD) wurde beschlossen, dass sich die Stadtverwaltung erst Gedanken über die Renaturierung der Aa machen soll. Derzeit sei nämlich eine „Sichtbarmachung“ der Aa ziemlich überflüssig, so Thomas Marczinkowski (GAL). Der Grund: Die meiste Zeit des Jahres sei die Aa ein „Rinnsal“ in einem hässlichen Betonbecken.

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