„Ein Gewinn für die ganze Stadt“
Architekten-Duo Wortmann / Mohr hat Planerwettstreit fürs Mecklenbecker Neubaugebiet gewonnen

Münster-Mecklenbeck -

„Ein Gewinn für die ganze Stadt – vor allem aber für die Mecklenbecker.“ Jury-Mitglied Karl-Heinz Winter war voll des Lobes für den Siegerentwurf zum geplanten Neubauareal Meckmannweg / Schwarzer Kamp, den das Preisgericht am Dienstagabend gekürt hatte. 14 Architekturbüros hatten sich – wie berichtet – am städtebaulichen Realisierungswettbewerb beteiligt. Aufs Siegertreppchen kam die Planungsgemeinschaft Heiner Wortmann (Lüdinghausen) / Helmut Mohr (Münster). Ihre Arbeit soll in leicht modifizierter Form Grundlage für die Verwirklichung des Baugebiets werden.

Freitag, 04.11.2011, 20:11 Uhr

Im Stadthaus am Hafenplatz stellten Baudezernent Siegfried Thielen, Stadtplanungsamt-Chef Christian Schowe und sein Kollege Andreas Kurz gestern die Siegerentwürfe vor. Dank des von Wortmann und Mohr erarbeiteten Konzepts werde das Neubauareal eine „positive Ausstrahlung auf das Umfeld“ haben und „der bereits vorhandenen Struktur gerecht werden“, so dass die Mecklenbecker sich mit ihm identifizieren könnten, betonte Schowe.
Das Planungsduo Mohr und Wortmann möchte auf dem gut sieben Hektar großen Terrain rund 300 Wohnungen schaffen. Diese sollen in Mehrfamilien- sowie in Reihen- und Doppelhäusern entstehen. Die Geschosswohnungsbauten, die etwa zwei Drittel der neuen Gebäude ausmachen sollen, ordnen Wortmann und Mohr als querplatzierte Riegel entlang des Wäldchens zur Weseler Straße hin an. Die zwei- bis viergeschossigen Häuser werden aus Schallschutzgründen mit rund sechs Meter hohen Wintergärten und Glaswänden miteinander verbunden. Diese Idee dürfte ganz erheblich dazu beigetragen haben, dass die beiden Architekten den städtebaulichen Wettstreit gewannen. „Lärmschutz war für uns eines der wichtigsten Kriterien“, unterstrich Preisgerichts-Mitglied Prof. Joachim Schultz-Granberg.
Nördlich der Mehrfamilienhäuser, im Dreieck zwischen Meckmannweg und Schwarzem Kamp , siedeln die beiden Architekten die maximal zweieinhalbgeschossigen Reihen- und Doppelhäuser an. Die Erschließung des Gebiets soll über den Meckmannweg und den Schwarzen Kamp erfolgen, allerdings über Stichstraßen, die dem Durchgangsverkehr einen Riegel vorschieben.
Das engmaschige Wegenetz innerhalb des Areals wollen Wortmann und Mohr in erster Linie den Fußgängern und Radfahrern überlassen. Deshalb haben sie zwei große Tiefgaragen zur Unterbringung der Bewohnerfahrzeuge sowie am Rand des Areals angelegte öffentliche Stellplätze geplant. Auch an die städtischen Obdachlosenunterkünfte haben sie gedacht. Diese sollen sich als Neubauten im Südwest-Zipfel des Gebiets wiederfinden.
Viel Baumgrün, ein Stadtteil-Anger als „großer innerörtlicher Freiraum“, Mulden zur Versickerung des Oberflächenwassers sowie unter anderem eine größere Regenrückhaltung im nordwestlichen Grünzug runden das prämierte Konzept ab.
Gebaut werden soll energetisch optimiert nach modernsten Standards. Kompakte Baukörper, umweltfreundliche Materialien, energieeffiziente Fassaden mit Dreifachverglasung, Wohnraumlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaik-Module an Dach und Wand, ein Blockheizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung und vieles andere mehr schweben dem Architekten-Duo vor.
► Die Entwürfe des städtebaulichen Wettbewerbs werden vom 14. bis 24. Oktober in einem Ladenlokal des Mecklenbecker Zentrums am Dingbängerweg 41 ausgestellt: werktags von 10 bis 18 Uhr, am Wochenende von 10 bis 14 Uhr.

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