Loblied auf das „brasilianische Flair“
Fidele Bierkutscher: Loblied auf das „brasilianische Flair“

Montag, 21.11.2011, 20:11 Uhr

Münster - Ein Peitschenträger (in spe) weiß sich einfach zu benehmen. Der sagt eben nicht nur „Guten Tag“, der begrüßt die erwartungsvolle Runde mit einem passenden „Helau“. So jedenfalls Oberbürgermeister Markus Lewe gestern Mittag im Kaminzimmer des Krameramtshauses. Im Januar verleihen Münsters Fidele Bierkutscher dem Stadtoberhaupt offiziell die Goldene Peitsche.

Und nicht nur ihm.

Auch Jos in het Veld, Präsident der KG „Gaffelaöskes“ in Losser, hat sich aus Sicht der Bierkutscher um den münsterischen Karneval so verdient gemacht, dass er als künftiger Träger der Goldenen Peitsche vorgestellt wurde. Auf dieses Duo ein vielstimmiges „Prost“ von allen Seiten - die Bierkutscher ließen die Gläser klingen, meist gefüllt mit alkoholfreiem Gerstensaft . . .

Nun fallen Peitschenträger nicht einfach vom (Narren-)Himmel, sie brauchen Befürworter, quasi Paten, die sie vorschlagen. In diesem Fall, so Heinz Kenter als Vorsitzender der Fidelen Bierkutscher, waren es Ernst Albers (Peitschenträger 1994) und Günter Honerpeick (1998), die sich für die beiden Kandidaten starkgemacht hatten: „Und uns so überzeugt haben, dass wir diesen Vorschlägen einstimmig gefolgt sind“, berichtete Kenter von der Nominierung.

„Eine Freude und wunderbare Ehre zugleich“, werteten die beiden Würdenträger die Auszeichnung, die ihnen offiziell am 9. Januar 2012 im Mühlenhof verliehen wird.

„Karneval ist mein Hobby“, bekannte Jos in het Veld in die Runde. 1995 war er Prinz in Losser - und seitdem lässt ihn das närrische Treiben nicht mehr los. Jedes Jahr kommt er mit seinen „Gaffel­aöskes“ nach Münster zum Zug, jedes Jahr treffen sich zudem die Wagenbauer in Losser, um sich auszutauschen, Kontakte und Freundschaften zu pflegen. Sein Motto, so der Ordensträger in spe: „Allein kann man nichts, zusammen kann man alles.“

Markus Lewe würdigte den Karneval auch als wichtigen, unverzichtbaren Bestandteil im Stadtleben. „Wir sind stolz darauf, dass das hier so gut funktioniert“, betonte er mit Blick zu den niederländischen Nachbarn, die Jahr für Jahr geradezu „brasilianisches Flair“ in Münster verbreiteten. Mit ihrer Begeisterung, mit ihrer Freude, beeilte er sich dann klar zu stellen, „nicht mit der Bekleidung . . .“ Heinz Kenter: „Das kann sich ja wohl noch ändern.“

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