Rohbau wächst planmäßig
Am Johannes-Hospiz wurde gestern Richtfest gefeiert / 340 000 Euro Eigenmittel nötig

Münster -

Kein Zweifel: Das Mini-Modell muss noch kräftig zulegen. Was man vom Gebäude selbst nicht sagen kann. Die Wände stehen, die Decken sind gezogen, die Treppen gegossen – und seit gestern schwebt der Richtkranz in luftiger Höhe: Der Anbau des Johannes-Hospizes wächst planmäßig. Im Sommer nächsten Jahres können dort die ersten Gäste umsorgt werden.

Montag, 07.11.2011, 19:11 Uhr

Am Modell, das gestern beim Fest im Rohbau zu bewundern war, muss noch Stein auf Stein geklebt werden. Das aber funktioniert nur, wenn auch Stein für Stein an großzügige Spender verkauft wird . . . Die Aktion Anbaustein ist ein wichtiger Faktor in der Finanzierung des Projektes, betont auch Geschäftsführer Ludger Prinz – der nach eigenem Bekunden zwar noch nie einen Nagel eingehauen hat, gestern aber Naturtalent bewies: (Fast) jeder Hammerschlag sitzt. Und dann runter mit dem traditionellen Schnäpschen – begleitet von guten Wünschen für das neue Gebäude und Dank an alle, die es bisher so tatkräftig unterstützt haben.
Strahlende Gesichter, wohin man gestern Nachmittag blickte: „Wir sind froh, dass wir es schon mal bis hierher geschafft haben“, so Ludger Prinz und Hospizleiter Michael Roes übereinstimmend. Denn die Bauzeit hat Leben und Arbeiten im Hospiz kräftig durcheinandergebracht: Nachdem die Bewohner für die „lautstarke Phase“ ins Klarastift umgezogen waren, steht ihnen das Haus am Hohenzollernring wieder zur Verfügung. Ab heute wird auch das letzte der neun Zimmer wieder bewohnt sein. Besonders deshalb gilt auch der Dank des Geschäftsführers all den Mitarbeitern, die diese schwierige Phase so selbstverständlich mitgetragen und für die Gäste so angenehm wie möglich gestaltet hätten.
Im Anbau werden unter anderem zwei zusätzliche Zimmer zur Verfügung stehen, aber auch zwei sogenannte Familienzimmer – sie sind für Menschen gedacht, die mit jemandem ins Hospiz ziehen, ihn dort in seiner letzten Lebensphase komplett begleiten möchten.
1,7 Millionen Euro kostet der Anbau, 340 000 Euro muss das Johannes-Hospiz aus Eigenmitteln aufbringen. Umso mehr freuen sich Ludger Prinz und Michael Roes über Unterstützung – und dankten unter anderem Bruno Lücke vom Förderverein des Hospizes und Friedbert Schulze von der Antonii-Erzbruderschaft für das finanzielle Engagement.

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