Zweiter Anlauf im Dezember
Sekundarschule Roxel: Neue Verhandlungen bis zum späteren Ratsbeschluss

Münster -

Demonstrativer Beifall der CDU-Fraktion im Schulausschuss für Schuldezernentin Hanke, Kritik von der SPD an der Kommunikation in der Schulverwaltung: Die Frage der Gründung einer Sekundarschule auf dem Schulcampus Roxel entzweit auch die Politik. Bei aller Kontroverse darüber, ob die Schulverwaltung bei der Planung sorgfältig genug vorgegangen ist, was die SPD-Fraktion in Abrede stellte, hoffen aber Verwaltung und alle politischen Fraktionen weiterhin, die Sekundarschule in Roxel zum nächsten Schuljahr starten zu lassen. Ein entsprechender Beschluss soll nun in der Ratssitzung am 14. Dezember fallen.

Freitag, 04.11.2011, 22:11 Uhr

Wie berichtet, hatten die Schulkonferenzen der Real- und Hauptschule Roxel überraschend dem Übergang ihrer Schulen in eine Sekundarschule die Zustimmung verweigert. Nun soll noch einmal sehr intensiv mit Kollegien, Elternschaft und Schülern sowie vor allem der Bezirksregierung neu verhandelt werden. Kernpunkt ist die Übernahme möglichst vieler in Roxel tätiger Lehrer, die sich bisher aktiv in das Konzept für die neue Schule eingebracht hatten. Am Rande der Sitzung übten Mitglieder des Schulausschusses Kritik an der Bezirksregierung, die die Pädagogen in Roxel mit ihren starren Vorgaben des Personaltableaus einer Sekundarschule auf den plötzlichen Gegenkurs zur Sekundarschule gebracht hatte.
Michael Jung ( SPD ) sagte, als es später um die weiteren Planungen für eine städtische Gesamtschule ging, er wünsche sich bei der Vorbereitung dieser Schule, „dass die Bezirksregierung sensibler vorgehen würde“. Einstimmiger Konsens aller Parteien mit der Verwaltung ist es, die Gesamtschule in der Paul-Gerhardt-Realschule anzusiedeln. Sie hatte, wie andere Schulen auch, die grundsätzliche Bereitschaft dazu erklärt. Ein Schulkonferenzbeschluss steht noch aus. Die Schulverwaltung, die gerne die Gesamtschule aus einer Realschule heraus entwickeln würde, will aber auch weiter mit den anderen „Freiwilligen“ für eine Gesamtschulgründung verhandeln. Dies sind die Hauptschulen Fürstenberg, Geist und Hiltrup.

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