„Die Kirche wird gewinnen“
Heilig-Geist-Kirche wird bis Sommer saniert

Münster -

Die Heilig-Geist-Kirche gilt als eines der bedeutenden Bauwerke der Stadt im Bauhausstil. Nun wird sie saniert. Weihbischof Dr. Stefan Zekorn weiht am 26. August den Altar ein.

Freitag, 30.12.2011, 16:12 Uhr

Markant von außen – vom Geist erfüllt innen. Die Taube, die Feuerzungen über den Aposteln und Maria lenken den Blick auf die Wandfläche im Chorraum, in dem das Wunder des Pfingstgeschehens dominiert. Es ist ein Markenzeichen der Heilig-Geist-Kirche an der Metzer Straße, zu der nach der Fusionierung mit St. Sebastian 6000 Gläubige zählen. Jetzt werden sie eng zusammenrücken müssen – weil umfangreiche Sanierungsarbeiten gleich zu Beginn des neuen Jahres ins Gotteshaus stehen. Sie sollen nach den Sommerferien abgeschlossen sein, bevor Weihbischof Dr. Stefan Zekorn am 26. August den Altar in der Heilig-Geist-Kirche weiht, die in den 30er Jahren errichtet und gar als Fabrik bezeichnet wurde. Dabei ist diese Kirche eines der bedeutenden Bauwerke der Stadt im Bauhausstil .

Pfarrer Karl Braun kennt sich aus in Heilig Geist , ist er doch im März 25 Jahre an dieser Stelle seelsorglich tätig. In diesem Jahr wird er 70 und möchte 2013 die Leitung der Pfarre abgeben, wie er sagt. Doch bis dahin wartet mit der Sanierung noch eine große Aufgabe auf ihn, die in dieser Woche mit der Einhausung von Orgel, Tabernakel, Taufstein, der sakralen Objekten und Kunstgegenständen startet. Pfarrer Braun: „Ich freue mich auf die neue fertige Kirche, die dadurch gewinnt. Sie wird zu einem überschaubaren Raum.“

Christus als Mitte – um den sich die Gläubigen in der Eucharistiefeier versammeln. Während der gemauerte Altar vor den Stufen zum Chorraum seinen Platz hat, soll nach liturgischen Gesichtspunkten getreu dem Zweiten Vatikanischen Konzil bei der Umgestaltung der Altar viel näher zu den Menschen rücken. Die alte Altarinsel soll abgebrochen werden, erläutert Pfarrer Braun.

Rechts und links am neuen Altar sollen einige Kirchenbänke platziert werden. Sie sind in hellem Grau und wurden 1990 angeschafft, nachdem die alten Bänke einem Brandanschlag, den ein Theologiestudent verübt hatte, zum Opfer gefallen waren, berichtet der Pfarrer. Damit wollte er seinen Protest gegen Kirche zum Ausdruck bringen. „Wir hatten Glück gehabt, die Fenster blieben heil. Doch die Kirche war verrußt und musste einen Anstrich erhalten.“

Ein Anstrich steht auch diesmal an bei der in die Jahre gekommenen Kirche, in der im Jahr 1929 Altarweihe war. Das Taufbecken hoch oben auf den Stufen kommt in den Haupteingang, der Tabernakel wird im Chorraum nicht mehr mittig sein, sondern links seinen Platz haben. Elektroanlagen werden erneuert sowie die Fenster, die nach Auskunft des Pfarrers dringend abgedichtet werden müssen. Ebenso das Glasdach über dem Chorraum. „Bei Regen müssen wir einen Eimer hinstellen.“

Das Recklinghäuser Architektenbüro Feja und Kemper ist mit der Kirchenumgestaltung beauftragt, die am 9. Januar losgeht. In der Zeit der Renovierung finden die täglichen Messfeiern in der Martinskapelle von Heilig Geist statt, während sonntags der Saal des Gemeindezentrums zur Ersatzkirche wird.

Videonachrichten vonWN-TV auf www.wn.de/wntv

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/585179?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597157%2F597158%2F
Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Polizei ermittelt nach Leichenfund: Mehrere Tote in Enschede entdeckt
Nachrichten-Ticker