Ein Fotomotiv wird saniert
Landschaftsverband will 550 000 Euro für Erbdrostenhof ausgeben

Münster -

Der Erbdrostenhof an der Salzstraße fällt im kommenden Jahr während der Urlaubsmonate als Fotomotiv weitgehend aus: Das Barockbauwerk wird im Sommer eingerüstet und saniert. Das hat der Bauausschuss des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) gestern beschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich nach LWL-Angaben auf 550 000 Euro.

Mittwoch, 14.12.2011, 15:12 Uhr

Vor allem die rückwärtige Fassade, so heißt es in einem LWL-Beschlusspapier, sei aufgrund der Ausrichtung sehr stark der Witterung ausgesetzt – und habe von daher stark gelitten. Der Fensteranstrich blättere ab, die Scheibenverkittung bröckele, die Balkongitter seien von Rostfraß geschädigt. Und der Billerbecker Sandstein müsse ebenfalls überarbeitet werden: „Um den Zerfall der Substanz zu verhindern, sind umfangreiche Konservierungsmaßnahmen notwendig.“ Die Fenster, die noch Einfachverglasung haben, sollen im Rahmen der Sanierung „energetisch optimiert“ werden – natürlich in Abstimmung mit dem Denkmalamt, wie es heißt.

Der Erbdrostenhof, vor gut 250 Jahren nach den Plänen des Barockbaumeister Johann Conrad Schlaun errichtet, beherbergt das Museumsamt des Landschaftsverbandes . Darüber hinaus wird er vom LWL und von der Stadt Münster für Konzerte, Konferenzen, Vorträge und repräsentative Zwecke genutzt.

Darüber hinaus ist der Erbdrostenhof ein fester Bestandteil vieler Stadtführungen – und von daher auch ein beliebtes Fotomotiv. Auf das die Touristen 2012 eben einige Monate verzichten müssen. Der LWL geht davon aus, dass die Arbeiten bis zum Herbst dauern.

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