Im Dienste der Völkerverständigung
Historiker Dr. Bernd Haunfelder erhält das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse

Münster -

Für ein ganz besonderes Engagement wurde der Historiker Dr. Bernd Haunfelder (60) gestern in Münster geehrt; denn der weithin bekannte Buchautor, drei Jahrzehnte Mitarbeiter unserer Zeitung, hat sich in vorbildlicher Weise um die deutsch-schweizerischen Beziehungen verdient gemacht. Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke überreichte Haunfelder deshalb in einer Feierstunde das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. 2006 war Haunfelder bereits mit dem Verdienstkreuz am Bande geehrt worden, damals vor allem wegen seiner biografischen Grundlagenforschung im Dienste deutscher Parlamentarismus-Geschichte.

Mittwoch, 30.11.2011, 12:11 Uhr

„Ihr Engagement, Lokal- und Zeitgeschichte zu recherchieren, sie wissenschaftlich aufzuarbeiten und in rund 50 Büchern zu veröffentlichen, hat eine beachtliche Ausstrahlung entfaltet“, hob der Regierungspräsident hervor. „Ihre Publikationen haben nicht nur im regionalen Umfeld und im Bundesgebiet, sondern auch im Ausland einen breiten Leserkreis gefunden.“ Der aus Würzburg stammende Wissenschaftler beteiligte sich über zwei Jahrzehnte am Projekt „Handbuch der Geschichte des deutschen Parlamentarismus“. Sein Name ist zugleich mit zahlreichen Büchern über Münster verbunden. Gerade auch als historischer Berater ist Haunfelder gefragt.

Seit 2000 beschäftigt sich der Historiker mit der humanitären Hilfe der Schweiz nach 1945 und erreichte dadurch bundesweite Bekanntheit. Vor allem mit seinen Darstellungen über die Kinderhilfe des Schweizerischen Roten Kreuzes weckte er bei vielen Deutschen Erinnerungen, besonders bei jenen Zehntausenden Kindern, die bis 1956 für drei Monate Aufnahme in der Schweiz fanden.

Das Verdienst Haunfelders sei, dass er sich dieses herausragenden Kapitels der beiderseitigen Beziehungen mit einfühlsamer Sorgfalt angenommen und es umfassend aufgearbeitet habe, heißt es in der Begründung. Die Schweizer Bevölkerung empfand die Veröffentlichungen offenbar als späten Dank für Hilfe in schwerer Zeit und somit als Beitrag, die Beziehungen zwischen Deutschland und der Schweiz zu verbessern.

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