Alte Hasen lassen es swingen
Jazz am Ring mit der Band „Woodhouse“

münster -

Seit über 50 Jahren spielt Horst Janßen in der Jazzband „Woodhouse“ auf der Posaune. Ein bisschen aus der Puste war er daher schon, als er gestern die Konzertgäste im Viva- Café begrüßte. Das mag aber wohl eher an dem letzten Stück als an den vergangenen Jahren gelegen haben, denn die würde er bei sich gar nicht bemerken.

Sonntag, 08.01.2012, 13:01 Uhr

Alte Hasen lassen es swingen : Jazz am Ring mit der Band „Woodhouse“
Woodhouse ist eine der bekanntesten Jazzformationen in Nordrhein-Westfalen und existiert seit 1953. Foto: Marie Rövekamp

Dennoch: Im nächsten Jahr feiert die Jazzband ihr 60-jähriges Bestehen und kann auf mehrere Tausend Konzerte im In- und Ausland, Dutzende Fernsehauftritte und CD-Produktionen zurückblicken. Daher saßen im Publikum viele befreundete Musiker, die der Band zunickten, während der Stücke mit dem Fuß auf den Boden tippten, um anschließend anerkennend zu applaudierten.

Während neben Horst Janßen auch der Saxofonist und Klarinettist Waldemar Kowalski sowie Hinderik Leeuwe an der Trompete zu der Stammbesetzung der Jazz-Formation gehörten, traten auch zwei grandiose Gastmusiker auf. Der Pianist Martin Sasse war zuletzt mit Sting auf Tour, und die Sängerin Mara Minjoli gewann im letzten Jahr den Folkwang-Jazz-Preis.

„Sie ist wirklich eine Ausnahmeerscheinung, und ich habe schon viele Jazz-Sängerinnen gehört“, lobte auch Wolfgang Koppitsch, Mitglied der Essener Band „The Metropol Jazzmen“. Darin spielt zudem der Woodhouse-Saxofonist Waldemar Kowalski.

Drei Stunden lang spielte die Band ein Repertoire aus klassischem Jazz, Swing und Dixieland – aber auch poppigere Stücke wie die Ballade „For Once in My Life“. Egal, wie die Songs angehaucht waren, die Band hatte den Blues im Blut. Spielte einer der Musiker gerade ein Solo, schnippte Horst Janßen mit den Fingern, Mara Minjoli bewegte ihre Hüften, und Hinderik Leeuwe klatschte leise zum Takt.

Obwohl die Band mit Gästen auftrat, spielten sie alle sehr vertraut miteinander. Zumindest für die Stammbesetzung ist die Band mittlerweile eine Familie geworden – oder wie Horst Janßen es liebevoll formulierte: „So lange halte ich diesen Sauhaufen schon aus.“

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