Aufklärung mit Musik
„Radau gegen HIV“: Aufklärung mit Musik

Münster -

Die Aktion „Radau gegen HIV“ hatte zu einem Benefizkonzert der anderen Art für die Aids-Hilfe Münster eingeladen. Ehrenamtlich hatten die Mitarbeiter der Aktion das Konzert auf die Beine gestellt, um bei Jugendlichen das Thema Aids wieder in den Vordergrund zu rücken.

Sonntag, 01.01.2012, 13:01 Uhr

Aufklärung mit Musik : „Radau gegen HIV“: Aufklärung mit Musik
Die Band „Kapelle Petra“ sorgte in der Sputnikhalle für gute Stimmung: bei der Aktion „Radau gegen HIV“ begeisterten die Musiker aus Hamm die rund 400 Besucher. Foto: cro

Es hatten sich lange Schlangen vor der Sputnikhalle gebildet: Unzählige kleine, bunte Papphütchen waren auf den Köpfen zu sehen, während die Fans von „Kapelle Petra“ und „Irgendwas mit Zitronen“ ungeduldig darauf warteten, dass sich die Türen öffneten.

Die Musik-Fans waren nicht zu einem normalen Konzert gekommen: Die Aktion „ Radau gegen HIV “ hatte zu einem Benefizkonzert der anderen Art für die Aids-Hilfe Münster eingeladen. Ehrenamtlich hatten die Mitarbeiter der Aktion das Konzert auf die Beine gestellt, um gerade bei den Jugendlichen das Thema Aids wieder in den Vordergrund zu rücken.

„Wir veranstalten schon zum 16. Mal ein Konzert unter dem Motto Radau gegen HIV“, erklärte Mario Kloschinski vom Organisationsteam. Entstanden ist die Konzertreihe aus einem Schulprojekt. „Damals sollte unser Gründer Tobias Voß in der Schule etwas zum Thema HIV machen, und so kam ihm die Idee mit einem Benefizkonzert.“ Das Thema sollte ein großes Publikum erreichen, und das schaffe man mit einem Konzert.

In den vergangenen fünf Jahren haben sich verschiedene Kontakte entwickelt. „Wir kennen mittlerweile einige Bands, konnten auch die Großen schon für unser Aktion gewinnen“, so Kloschinksi. Daher sei es auch kein großes Problem gewesen, die „Kapelle Petra“ für den Auftritt zu begeistern. „Die Gruppe kommt, ebenso wie Radau gegen HIV, aus Hamm – da kennt man sich einfach, und die Zusammenarbeit läuft super.“ Auch in Münster war es nicht der erste Auftritt: „Wir haben schon drei Konzerte, oft in der Sputnikhalle, gemacht: Die Location ist einfach großartig.“

Es sei nach wie vor wichtig, das Thema Aids und HIV in den Köpfen der Menschen präsent zu halten, betonte Ralf Bolhaar von der Aids-Hilfe Münster am Rande des Konzertes. „Wir können zwar einen guten Erfolg verbuchen, denn das dritte Jahr in Folge sind die Zahlen der Neuansteckungen zurückgegangen, aber das geht nur mit viel Aufklärung und Engagement.“ Es gehe um das Wissen um die Krankheit und deren Zusammenhänge. „Und das gilt nicht nur für potenziell Ansteckungsgefährdete: Es gibt auch heute noch Ärzte, die sich weigern, einen Aidskranken zu behandeln.“

„Ich finde das Thema sehr wichtig. Es ist toll, dass man die Arbeit der Aids-Hilfe mit einem Konzert unterstützen kann“, so einer der Besucher. Er habe das Gefühl, dass die Präsenz der Krankheit immer weiter in Vergessenheit gerate. „Und da ist es doch toll, wenn man Aufklärung mit Spaß und guter Musik verbinden kann.“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/585192?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F597156%2F
Reaktion auf Vandalismus und Diebstähle: Videokameras am Schulzentrum
Die Schäden durch Einbrecher sind im Hiltruper Schulzentrum groß. Immer wieder gibt es Diebstahl und Vandalismus zu beklagen. Eine Videoüberwachung soll Abhilfe schaffen. Die Polizei wurde im Jahr 2017 hundertmal zum Schulzentrum gerufen.
Nachrichten-Ticker