Bevorstehende Neuregelung
Stadt kann nur eingeschränkt zu Dichtheitsprüfungen aufklären

Münster -

Die Dichtigkeitsprüfung für die Abwässerkanäle beschäftigt münsterische Hauseigentümer. Solange die Landesregierung die Regeln dafür noch nicht festgesetzt hat, gibt es noch keine definitive Klarheit. In Münster stehen bis zu 7000 Grundstücke auf dem Prüfstand.

Montag, 30.01.2012, 06:01 Uhr

Das Thema Dichtheitsprüfung beschäftigt nicht nur die Landespolitiker, sondern auch Münsters Hauseigentümer . Michael Nowak vom Tiefbauamt der Stadt berichtet von „einigen Anfragen“. Während in Düsseldorf also Landesregierung und Opposition um einen Kompromiss ringen, hoffen die betroffenen Bürger, endlich Klarheit zu bekommen. Die kann Nowak ihnen jedoch nur bedingt bieten.

Aktuell informiert das Amt auf seiner Internetseite noch über die derzeit geltenden Bestimmungen. Es ist allerdings mit großer Sicherheit davon auszugehen, dass deren Tage gezählt sind. Nowak: „Die Positionen der Parteien sind nicht weit auseinander.“

Er tippt darauf, dass bei der Neuregelung unter anderem genauer darauf geschaut wird, wie viele Wohneinheiten an einem Abwasserrohr hängen. Ist es lediglich die Familie im Reihenhaus, sollten großzügigere Regeln zur Anwendung kommen, ist es ein Mehrfamilienhaus, dürften die Fristen für die Prüfung relativ kurz bleiben. Außerdem geht Nowak fest davon aus, dass es für Häuser in Wasserschutzgebieten bei zeitnahen Überprüfungen bleiben wird. Er schätzt, dass das in Münster 5000 bis 7000 Grundstücke sind. „Zehn bis 15 Prozent des Gesamtbestandes.“ Die fünf Schutzgebiete sind Hornheide/Haskenau, Gittrup und Kinderhaus im Norden sowie Geist und Hohe Ward im Süden.

Unabhängig von dem, was die Landespolitiker entscheiden, rät Nowak in jedem Fall schon jetzt zu einer Überprüfung, wenn es offenkundig Probleme mit dem Abwasser gibt oder aber das Grundstück neu gestaltet werden soll und der Zugang zu den Rohren leicht ist. „Diese Überprüfungen werden auch bei einer späteren Neuregelung in jedem Fall anerkannt.“

Bei den Dichtheitsprüfungen, die schnell mehrere Hundert Euro kosten können, geht es primär um den Schutz des Grundwassers. Es soll vermieden werden, dass es durch aus undichten austretendes Schmutzwasser verunreinigt wird. Zudem kann es passieren, das sauberes Grundwasser in die defekten Leitungen gelangt, sich mit dem Schmutzwasser vermischt und dann aufwendig in Kläranlagen wieder aufbereitet wird.

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