Mehr Platz für Radler
An der Mauritzstraßen-Unterführung soll der Radweg verbreitert werden

Münster -

1750 Radfahrer rauschen Stunde für Stunde zwischen Salzstraße und Mauritzstraße über die Promenade – das sind etwa doppelt so viele wie noch vor zehn Jahren, berichtet Stefan Böhme vom Stadtplanungsamt. Dem wachsenden Verkehrsaufkommen wird nach Ansicht seiner Behörde vor allem die dortige Radwegunterführung nicht mehr gerecht.

Donnerstag, 19.01.2012, 12:01 Uhr

Mehr Platz für Radler : An der Mauritzstraßen-Unterführung soll der Radweg verbreitert werden
Der Radweg der Promenaden-Unterführung an der Mauritzstraße soll in den Sommerferien deutlich verbreitert werden. Foto: Oliver Werner

Wenn sich Radfahrer gegenseitig überholen, komme es immer wieder zu Beinahe-Unfällen oder tatsächlichen Karambolagen, weil Radler auf der abschüssigen Strecke zu geringen Abstand zu anderen Fahrrädern halten oder riskant – und nicht selten auf der Gegenspur – überholen. Bergauf sehe es kaum besser aus, so das Stadtplanungsamt : Auch hier verlassen regelmäßig schnelle Radler die Spur, um an langsameren Verkehrsteilnehmern vorbeizukommen.

Eine Spur, die für das große Verkehrsaufkommen – alle zwei Sekunden ein Radfahrer – deutlich zu schmal sei.

Das Stadtplanungsamt schlägt daher vor, den nur 3,65 Meter breiten Radweg auf fünf Meter auszudehnen. Im Gegenzug soll der vier Meter breite Gehweg auf 2,60 Meter verkleinert werden – er werde eh nur von relativ wenigen Fußgängern genutzt. In der kommenden Woche wird die Bezirksvertretung Mitte über diesen Vorschlag diskutieren, die abschließende Entscheidung über die 120 000 Euro teure Baumaßnahme fällt am 2. Februar der Planungsausschuss.

Laut Böhme sollen die entsprechenden Arbeiten in den Sommerferien durchgeführt werden – sofern die Politik zustimmt. Damit es schneller geht, wird die Promenade im Bereich der Unterführung komplett gesperrt. Radfahrer müssen dann voraussichtlich über das Mauritztor ausweichen.

Details der Umleitung sind noch in Planung. So viel steht aber laut Böhme bereits jetzt fest: Zumindest vorübergehend werde dort eine „kritische Situation“ vorzufinden sein.

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