Neue Heimat für Bundespolizei
240 Beamte ziehen in die ehemalige Bahndirektion

Münster -

Jürgen Gerdes von der Gewerkschaft der Polizei hat seinen Ski-Urlaub abgebrochen, Peter Cremer von der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) Bahnhofsviertel alle Termine abgesagt. Sie wollen persönlich dabei sein, als die Aurelis Real Estate am Freitagmittag die gute Nachricht verkündet: Nach zweijährigen, zum Teil zähen Verhandlungen, die immer wieder zu scheitern drohten, ist der Umzug der Bundespolizei in die Aurelis-Immobilie „Die Direktion“ (ehemalige Bahndirektion) perfekt.

Freitag, 20.01.2012, 19:01 Uhr

Neue Heimat für Bundespolizei : 240 Beamte ziehen in die ehemalige Bahndirektion
Über den Abschluss des Mietvertrages mit der Bundespolizei freuen sich (v.l.) Peter Cremer (ISG Bahnhofsviertel), Jürgen Gerdes (Gewerkschaft der Polizei), Michael Buchholz und Olaf Geist (beide Aurelis Real Estate). Zunächst läuft der Vertrag über zehn Jahre. Foto: Matthias Ahlke

Im Mai 2013 wird die Bundespolizei rund 2800 Quadratmeter im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss beziehen. Damit arbeiten künftig alle 240 Beamten unter einem Dach. Die aktuellen Standorte an Johanniter- und Schaumburgstraße sowie das Revier am Hamburger Tunnel gibt die Behörde auf.

„Ich bin einfach nur superfroh“, so Jürgen Gerdes von der Polizeigewerkschaft GdP. Die derzeit genutzten Räumlichkeiten seien seit Jahren in desaströsem Zustand gewesen, zuletzt hätten die Kollegen nur noch „rund um die Uhr geschimpft“.

Für Olaf Geist , Leiter der Region West bei Aurelis, ist der Abschluss des Mietvertrages ein „Meilenstein“ für die Entwicklung der Immobilie. „Damit ist die Grundlage für die weitere Sanierung des Gebäudes gelegt“, so Geist. Zwischen elf und 13 Millionen Euro will sein Unternehmen bis Ende 2013 in die frühere Bahndirektion investieren. Geist erhofft sich zudem positive Auswirkungen auf deren weitere Vermarktung. Rund 6000 Quadratmeter sind noch zu haben, die übrigen 16 000 Quadratmeter teilen sich 29 Mieter.

Für die Bundespolizei plant Aurelis umfangreiche Umbauarbeiten. So erhält die Behörde unter anderem einen zweiten Eingang an der Wolbecker Straße. Hier befindet sich ab 2013 das Revier, während die Inspektion über das Hauptfoyer an der Bahnhofstraße erreichbar sein wird.

„Sehr, sehr erfreut“ über den neuen Nachbarn ist auch der ISG-Vorsitzende und „Kaiserhof“-Inhaber Cremer. Er hofft, dass die Bundespolizei weitere „interessante Mieter“ in das Bahnhofsquartier locken wird: „Wir sehen für unser Viertel mehr als positiv in die Zukunft.“

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