Münsters neuer Aasee-Wasserbus
Schon fast ein richtiges Boot

Münster -

In der Stralsunder Werft Ostseestaal lässt Peter Overschmidt den Nachfolger der „Prof. Landois“ bauen. Der Bau des neuen Aasee-Wasserbusses liegt voll im Zeitplan, stellte er bei einem Besuch an der Ostsee fest.

Mittwoch, 29.02.2012, 11:02 Uhr

Münsters neuer Aasee-Wasserbus : Schon fast ein richtiges Boot
So sah der neue Aasee-Wasserbus vor gut einer Woche beim Besuch von Schiffseigner Peter Overschmidt auf der Stralsunder Werft aus: Aluminium-Rumpf und Aufbauten waren bereits fertig, zurzeit wird am Innenausbau des Katamarans gearbeitet. Foto: Peter Overschmidt

Als Münster Karneval feierte, hat sich Peter Overschmidt samt Familie in den Zug gesetzt und ist nach Stralsund gefahren. Nicht unbedingt, um den Narren zu entfliehen. Vielmehr, um ein Auge auf sein jüngstes „Kind“ zu werfen – den neuen Wasserbus für den Aasee . Was der Jachtschulchef auf der Ostseestaal-Werft zu sehen bekam, hat ihn begeistert: „Rumpf und Aufbauten sind fertig. Der Innenausbau läuft. Damit sind wir voll im Zeitplan.“ Und der ist eng gestrickt. Am 22. März soll der Nachfolger der Prof. Landois auf der Ostsee erstmals Wasser unterm Kiel haben. Am 2. April steht die Taufe des modernen Solarbootes an.

Peter Overschmidt erfüllt sich mit dem innovativen Schiffsbauprojekt einen Lebenstraum. In Stralsund entsteht derzeit ein ultraleichter Katamaran aus Aluminium – angetrieben mit Fotovoltaikmodulen und Lithium-Ionen-Batterien. Die Solarpaneelen, die später für die Energie an Bord sorgen sollen, werden in den nächsten Tagen auf dem Dach des Schiffes montiert, hat Overschmidt jetzt bei seinem Besuch auf der Werft erfahren. Am Donnerstag werden dann die hochmodernen Lithium-Ionen eingebaut. Die Elektromotoren, die das Boot künftig lautlos über den Aasee gleiten lassen, sind bereits geliefert worden. Die Elektro-Installation soll bereits Ende dieser Woche abgeschlossen sein. Overschmidt: „Das sind richtig dicke Kabelstränge, die dort verlegt werden.“

Bei seinem jüngsten Besuch hat der 63-Jährige mit der Werft-Leitung die Farbgestaltung abgeklärt. Der unter Wasser liegende Teil des Schiffes erhält danach einen hellblauen Schutzanstrich, der Rumpf aus Aluminium wird „gebürstet“, also leicht angeraut. Der Innenraum wird in einem „warmen Orangeton“, so Overschmidt, angestrichen.

Der Tieflader mit dem rund 500.000 Euro teuren Wasserbus im Huckepack soll am 24. März Münster erreichen. In den folgenden Tagen macht sich dann die Crew mit dem Doppelrumpfschiff vertraut. Damit die Schiffsführer auch lernen, wie sich die neue „Prof. Landois“ mit Passagieren „anfühlt“, hat Peter Overschmidt Schüler der benachbarten Ludgeri-Grundschule und des Gymnasiums Paulinum eingeladen. Die dürfen dann als Erste mit dem Solarboot über den Aasee schippern.

Am 2. April – vier Tage vor Beginn des regulären Schiffsbetriebes – findet die Schiffstaufe mit Oberbürgermeister Markus Lewe statt. Den künftigen Namen will Overschmidt noch nicht verraten. Nur eins ist klar: Es soll kein „Prof. Landois II.“ werden.

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