Viel Lob für Axel Prahls erste CD
Singender Tatort-Kommissar kommt nach Münster

Münster -

Münster - Axel Prahl ist nicht nur ein beliebter Schauspieler – vor allem als Kommissar Thiel im Münster-Tatort. Sondern auch ein richtig guter Sänger und Songwriter, wie sein jetzt erschienenes Debüt-Album „Blick aufs mehr“ beweist. Seine Tournee mit dem „Inselorchester“ führt ihn am 11. März in die Halle Münsterland.

Montag, 20.02.2012, 07:02 Uhr

Sie sind ja nicht der erste Tatort-Kommissar, der singt . . .

Prahl : Aber der erste, der seine Songs selbst komponiert hat.

Kennen Sie die Songs ihres früheren Tatort-Kollegen Manfred Krug ?

Prahl: Ja, klar, er hat hervorragende Sachen gemacht. Es kommt übrigens gar nicht so selten vor, dass Musik und Schauspiel Hand in Hand gehen.

Hatten Sie Angst, dass Kritiker sagen könnten: Schon wieder ein Schauspieler, der singt!

Prahl: Natürlich. Aber dann habe ich mir gesagt: Das ist mir ganz egal, ich bin schließlich schon 51.

Sie haben Glück gehabt, die Kritiken fallen glänzend aus.

Prahl: Das ist auch meinem sehr guten Arrangeur Danny Dziuk zu verdanken.

Der schon mit Stoppok und Annett Louisan zusammengearbeitet hat. Als ich Ihre Songs zum ersten Mal hörte, hat mich Ihre Stimme an Rio Reiser erinnert.

Prahl: Oh, da sind Sie der erste. Sie ist allerdings auch schon mit Gilbert Bécaud verglichen worden.

Stören Sie Vergleiche?

Prahl: Kunst liegt immer im Auge des Betrachters. Entweder man kann sein Publikum berühren – oder nicht. Wenn mir das gelingt, ist mir jedes Mittel – und jeder Vergleich – recht.

Und? Fühlt sich Ihr Publikum berührt?

Prahl: Der erste Teil meiner Tournee war fast immer ausverkauft. Zunächst saßen die Leute meist mit verschränkten Armen da, so nach dem Motto: Schon wieder ein singender Schauspieler, mal sehen, was er kann. Am Ende gab es Standing Ovations – und ich saß noch lange da, um CDs zu signieren.

Gab es ein Erweckungserlebnis, bei dem für Sie feststand: Ich muss eine CD machen?

Prahl: Ich wollte ja schon immer Musiker werden. Dann bin ich von der Entwicklung zum Schauspieler überrascht worden. Als allerdings für mich absehbar war, dass ich gut beschäftigt bin, habe ich mir eine Auszeit gegönnt – und ein Jahr an meinem Album gearbeitet.

Auch die Texte stammen von Ihnen.

Prahl: Die hatten zum Teil schon Jahre in der Schublade geschlummert. Vieles war halbfertig, nach meiner Entscheidung für das Album war ich nun genötigt, sie ganz fertig zu machen.

Haben Sie Ihrem Tatort-Kollegen Jan Josef Liefers ein Exemplar des Albums zukommen lassen?

Prahl: Eines der ersten Exemplare. Kurz, nachdem ich es ihm geschenkt hatte, sagte er mir: Ich werde jeden Morgen mit deiner Musik wach. Das hat mich aufhorchen lassen. Mag er meine Musik so? Oder vertreibt ihn meine Musik aus dem Bett?

Treten Sie nun in Manfred Krugs Fußstapfen und singen auch im Tatort?

Prahl: Natürlich nicht! Charles Brauer und Manfred Krug haben ihre Gesangseinlagen dermaßen zelebriert, das bedarf keiner Wiederholungen!

Sonntag, 11. März, 20 Uhr, Halle Münsterland .

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