Fair fliegende Frisbees
Bei der Deutschen Meisterschaft geht es nicht so sehr um Punkte

Münster -

Fair – schnell – aufregend: das sind die Attribute, mit denen die Deutsche Meisterschaft im Ultimate Frisbee beworben wird. „Dabei ist das eigentlich falsch“, erklärt Organisator Martin Reckmann schmunzelnd. Denn bei einer Frisbee handele es sich eigentlich um das Sportgerät, „der Sport selber heißt Ultimate“. Aber wer weiß das schon?

Sonntag, 25.03.2012, 18:03 Uhr

Schnell und fair geht es in den Sporthallen der Uni zu. Bei der Deutschen Meisterschaft im Ultimate Frisbee geht es nicht nur im Punkte, sondern in erster Linie um Fair Play.
Schnell und fair geht es in den Sporthallen der Uni zu. Bei der Deutschen Meisterschaft im Ultimate Frisbee geht es nicht nur im Punkte, sondern in erster Linie um Fair Play. Foto: Claus Röttig

Aus ganz Deutschland sind Teams auf das Gelände der Sportwissenschaftlichen Fakultät angereist, um sich zu messen: So viele, dass sogar noch auf Hallen in Wolbeck ausgewichen werden musste. „Wir haben fünf Hallen und 300 Spieler in drei Altersgruppen“, so Reckmann . Für Münster sei die Deutsche Meisterschaft eine Premiere: „Die hatten wir noch nie hier. Es war eine ganz schöne Aufgabe, alles auf die Beine zu stellen.“ Allein die Hallen seien schon Anfang des letzten Jahres reserviert worden.

Doch Ultimate hat nichts mit dem zu tun, was man vom Strand oder Park kennt: Zwei Mannschaften treten gegeneinander an. Die Regeln sind eine Mischung aus American Football und Basketball. „Man muss die Scheibe in den gegnerischen Raum bekommen“, so Reckmann. Doch das sei nicht der Kern, der sei komplizierter. „Es geht bei uns um den ,Spirit of the game’“: Die Mannschaften müssen nach dem Spiel die Fairness und die Spielfreude des Gegners bewerten.“

Das bedeutet, dass man sich jederzeit und hundertprozentig im Griff haben muss. „Daher gibt es keine Fouls, denn das wäre unfair.“ Jeder Spieler übernimmt die Verantwortung für das eigene Handeln, das anschließend bewertet wird. „Daher wird neben dem ersten Preis auch ein „Fair-Play-Pokal vergeben.“ Am zweiten Tag der deutschen Meisterschaften stehen dann die Entscheidungsspiele an: Die Zuschauer merken schnell, dass es bei Ultimate auf Geschwindigkeit ankommt.

Und damit ist nicht nur das Werfen der Scheibe gemeint. „Jeder Spieler ist zu jeder Zeit auf dem Feld in Bewegung“, so der Organisator. Sonst klappe es nicht. Frisbee hat mittlerweile aber nicht nur die Beach-Boy-Szene erobert, sondern auch den Schulsport. „In Münster spielen wir unter anderem im Hochschulsport und bei Grün Weiß Marathon.“

www.frisbee-in-muenster.de

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