Preußen-Chef de Angelis will für beheizten Rasen kämpfen
Verein übernimmt Kosten für Heizungsbetrieb und Zinsen

Münster -

Preußen-Präsident Dr. Marco de Angelis kämpft trotz Ablehnung aus der Politik für einen neuen, beheizbaren Rasen im städtischen Preußen-Stadion. Der Chef des Fußball-Drittligisten hält es für machbar, dass mit den insgesamt im Haushalt angesetzten 900.000 Euro ein neuer Rasen, die technischen Voraussetzungen für eine Rasenheizung und eine Toilettenanlage im Stehplatzbereich gebaut werden können.

Dienstag, 13.03.2012, 20:03 Uhr

Preußen-Chef de Angelis will für beheizten Rasen kämpfen : Verein übernimmt Kosten für Heizungsbetrieb und Zinsen
Preußen-Chef Marco de Angelis hat noch Hoffnung, dass 2012 ein neuer Rasen und mehr kommt. Foto: Werner

Er habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben, die Politik an diesem Punkt umstimmen zu können, so de Angelis. „Ich werde versuchen, den Standpunkt des Vereins klarzustellen.“ Zugleich betonte er, der SC Preußen Münster werde die Kosten für Unterhaltung und Betrieb der Rasenheizung übernehmen. Dieser Punkt war im Vorschlag der Stadtverwaltung zur Sanierung des Stadions an der Hammer Straße offen geblieben. Außerdem erklärte der Preußen-Präsident, der Verein sei bereit, 600.000 Euro vorzufinanzieren und werde die dafür entstehenden Zinsen selbst tragen.

Im Haushalt der Stadt sind für die Jahre 2012 bis 2014 jeweils 300.000 Euro zur Stadionsanierung veranschlagt. Um aber die in diesem Jahr wegen der Europameisterschaft längere Sommerpause für die Rasen-Erneuerung nutzen zu können, will der Verein in Vorleistung treten. Der städtische Planungsdezernent Hartwig Schultheiß hatte in der vergangenen Woche ein mehr als zwei Millionen Euro teures Paket zur Sanierung des Stadions in den nächsten Jahren vorgestellt. Das traf aber in der Politik wegen ungeklärter Fragen auf Ablehnung. „Für Vereinsvertreter ist das frustrierend“, so der Preußen-Präsident. Er setzt auf einen Stimmungsumschwung, wenn sich bei den Kommunalpolitikern die Informationslage verbessere. Zugleich verweist er auf andere Städte, die sich deutlich mehr für ihre Fußballvereine ins Zeug legen würden. „Dabei ist Preußen Münster ein Faktor für die Stadt.“

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