Preußenstadion
Altlasten an der Hammer Straße

Münster -

Bereits in den 90er Jahren wurde festgestellt, dass es belastete Bereiche entlang der Hammer Straße gibt – hier wurde eine Ausgrabungsfläche zum Teil mit belasteten Materialien verfüllt. Das könnte ein Problem werden, wenn es im Stadion-Areal zu größeren Erdbewegungen kommt.

Freitag, 16.03.2012, 20:03 Uhr

Preußenstadion : Altlasten an der Hammer Straße
Das Preußenstadion aus der Vogel-Perspektive. Foto: Jürgen Peperhowe

Im Windschatten der kontroversen Debatte über eine Rasenheizung im Preußenstation geisterte in den vergangenen Tagen ein Schlagwort durch das Rathaus, das viele Preußen-Fans und Kommunalpolitiker bislang nicht auf dem Schirm hatten: Altlasten .

Altlasten sind nach Auskunft von Heiner Bruns , Leiter des städtischen Umweltamtes, in der Tat im Stadion-Areal ein Problem. Aber nur dann, wenn „es zu größeren Erdbewegungen kommt“.

Bereits in den 90er Jahren sei festgestellt worden, dass es belastete Bereiche in dem Areal entlang der Hammer Straße gebe – im Norden von der Eisenbahnlinie und im Süden von der Trauttmansdorffstraße begrenzt. Hier befand sich früher eine Ausgrabungsfläche , die später mit Bauschutt und Aushub verfüllt wurde, darunter auch belastete Materialien. Ein besonderes Augenmerk auf diesen Sachverhalt ist laut Bruns erforderlich, weil in der Nähe Trinkwasser gewonnen wird.

Während der Ist-Zustand keine Gefahr für eine Kontaminierung des Grundwassers bedeutet, müssen Erdbewegungen im Preußenstation mit besonderer Sorgfalt erfolgen. Genau das war auch der Grund, weswegen die Stadtverwaltung die Kosten für die geplante Erneuerung des Spielfeldes nach oben geschraubt hat.

Das Thema Altlasten hat auch bereits bei den Planungen für den im Jahr 2000 vom Oberverwaltungsgericht gestoppten Preußen-Park eine Rolle gespielt. Der damalige Investor ECE wollte ein Einkaufszentrum dort errichten, wo jetzt das Stadion steht. Wegen der Altlastenproblematik wurde die Idee nicht weiter verfolgt.

Ob der Rat nach den sehr turbulenten Vorberatungen das Thema Preußen in der Sitzung am kommenden Mittwoch auf die Tagesordnung setzt, ist offen. Edgar Drüge (CDU), Vorsitzender des Sportausschusses, geht nicht davon aus.

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