Umweltamtsleiter benennt im Ausschuss Aktivitäten der Stadt / Initiative übt Kritik
„Veggie-Tag“ steht wieder im Blickpunkt

Münster -

Macht die Stadt Münster bei der Umsetzung des Ratsbeschlusses zum vegetarischen Donnerstag zu wenig? Zumindest die Initiative „Münster isst veggie“ vertritt, wie berichtet, diese Ansicht. Was den Leiter des Amtes für Grünflächen und Umweltschutz Mittwochabend im zuständigen Ratsausschuss auf den Plan rief. Heinrich Bruns zählte dort auf, was die Stadt bislang schon alles infolge des Ratsbeschlusses aus dem vergangenen Jahr umgesetzt habe.

Mittwoch, 14.03.2012, 11:39 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.03.2012, 07:26 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 14.03.2012, 11:39 Uhr
Umweltamtsleiter benennt im Ausschuss Aktivitäten der Stadt / Initiative übt Kritik : „Veggie-Tag“ steht wieder im Blickpunkt
Salat kontra Mettendchen: Die Diskussion um den vegetarischen Donnerstag nimmt wieder an Fahrt auf. So wie 2011, als Jusos (l.) und Junge Liberale darüber stritten. Foto: SPD

Es gebe beispielsweise eine feste Ansprechpartnerin für die entsprechenden Gruppen in der Stadtverwaltung. Außerdem erscheine das Logo der Stadt auf den Informationsmaterialien. Zugleich sei man auf einer Internetseite zu diesem Thema vertreten und stelle insgesamt 5000 Euro für die gesamte Aktion bereit. Eine Klarstellung im Ausschuss lieferte indes Umweltdezernent Thomas Paal: Die Stadt Münster habe laut Ratsbeschluss lediglich eine koordinierende Funktion. „Wenn Sie mehr für erforderlich halten, müssen Sie mehr beschließen.“

Ziel der Initiative „Münster isst veggie“ ist die Einführung eines freiwilligen vegetarischen Tages, eines sogenannten „Veggie-Tages“ in Münster. Jeden Donnerstag soll in Mensen, Kantinen und Restaurants das fleischlose Angebot erhöht und besonders beworben werden. Das soll dem Klimaschutz dienen. Zehn Hotels, Restaurants und Cafés in Münster bekennen sich einer Pressemitteilung zufolge jetzt offensiv zum vegetarischen Donnerstag. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace, deren Aktivisten gestern grün gekleidet die Ausschuss-Sitzung verfolgten, macht sich ebenfalls für den vegetarischen Donnerstag stark. „Da rund 18 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Produktion von Fleisch stammen, stellt dies für uns einen der bedeutendsten Punkte dar, um den Klimaschutz in Deutschland zu fördern und unsere Klimaziele zu erreichen“, heißt es in der Pressemitteilung. Das Umweltforum Münster als Dachverband vieler münsterischer Umweltgruppen fordert ebenfalls „eine sachgerechte Umsetzung des Veggie-Tages in Münster“. Die Stadt müsse mehr Unterstützung zeigen.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/680829?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F696279%2F
Prokops Team bereit für Norwegen
Guter Einstand: Tim Suton (M.), hier bedrängt von den Spaniern Eduardo Gurbindo (l.) und Gedeon Guardiola.
Nachrichten-Ticker