Auftakt mit Valerio Olgiati
Veränderte Planungsprozesse bilden Schwerpunkt der „Stadtansichten 2012“

Münster -

In der Vortragsreihe „Stadtansichten“, die an der „msa – münster school of architecture“ auf dem Leonardo-Campus stattfindet, stehen ab 18. April Positionen zu einer strategischen Planungskultur im Mittelpunkt.

Freitag, 13.04.2012, 19:04 Uhr

Auftakt mit Valerio Olgiati : Veränderte Planungsprozesse bilden Schwerpunkt der „Stadtansichten 2012“
Stadt- und Raumplanung funktioniert heute längst nicht mehr von oben nach unten. Politiker, Bürger, gesellschaftliche Gruppen reden mit. Foto: Colourbox

Planen wird nicht einfacher. Das spüren Architekten, die sich mit den komplexen Entwicklungsphasen eines Projekts befassen. Der Weg hin zur Realisierung einer Idee kann heute wegen der vielen Rahmenbedingungen lang und steinig werden. Experten sprechen bereits von einem „schwindenden Einfluss“ von Stadtplanern und Architekten auf die Städte und Landschaften.

In der Vortragsreihe Stadtansichten “, die an der „msa – münster school of architecture“ auf dem Leonardo-Campus stattfindet, stehen deshalb ab 18. April Positionen zu einer strategischen Planungskultur im Mittelpunkt.

„Der Weg einer Gestaltungsidee in die Realität ist von planungsrechtlichen, wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Umständen gekennzeichnet, die als Randbedingungen in den oft langwierigen Verlauf einer Planung einfließen“, heißt es in einem Flyer zur Reihe.

Die Planer und Gestalter seien angesichts leerer öffentlicher Kassen, abnehmender Autorität und vielfältiger Beteiligungsformen immer stärker bei der Moderation und Qualifizierung gefragt. Ohne prozessorientierte Arbeitsweisen und Strategien bestehe die Gefahr, dass der „Urbanismus zu einer kümmerlichen Pflanze kurzlebiger Ideen verkommt“. Der Stadtplaner in der Rolle eines Aikido-Kämpfer, der auf Beteiligungen und Graswurzel-Strömungen defensiv reagiert, anstatt im klassischen Sinne zu planen?

Die Vortragsreihe des Fachbereichs Architektur an der Fachhochschule soll helfen, die vielen Fragen, die sich für die Prozesse und Strategien der Stadtplanung ergeben, zu identifizieren und Antworten geben

Zum Auftakt erwartet die „msa - münster school of architecture“ am 18. April den international tätigen Schweizer Architekten und Hochschullehrer Valerio Olgiati . Er stellt sich und seine Arbeit vor. Der Titel des Werkvortrags lautet: „Ikonographische Autobiographie und Werk“. Eingeladen sind neben Fachleuten auch interessierte Gäste und Studierende. Valerio Olgiati gehört zu den Stars der Architekturszene, der international wahrgenommen wird. Bis Januar waren Modelle seiner Projekte zum Beispiel im National Museum of Modern Art in Tokio zu sehen. In der Schweiz gelten seine Arbeiten als wegweisend für das Bauen in den Alpen.

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