Neun weitere Alkoholsünder müssen wohl zu Fuß gehen
Radfahrverbot für Münsteraner gilt bundesweit

MÜnster -

Das Ordnungsamt der Stadt Münster hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht, als es Anfang März einem jungen Münsteraner untersagte, zukünftig mit dem Rad zu fahren – selbst wenn er nüchtern ist. Die Polizei hatte ihn mit 2,12 Promille und Drogen im Blut auf der Leeze erwischt. Da er seinen Führerschein schon länger los war, greift bei dem Mann zum ersten Mal die neue Ordnungsverfügung, die seit Freitag bestandskräftig ist und auch in das Verkehrszentralregister in Flensburg eingestellt wird.

Samstag, 28.04.2012, 10:04 Uhr

Neun weitere Alkoholsünder müssen wohl zu Fuß gehen : Radfahrverbot für Münsteraner gilt bundesweit
(Symbolbild) Foto: dpa

Das heißt, falls der Mann irgendwo in Deutschland von Polizisten auf einem Fahrrad erwischt wird, wissen diese beim Kontrollieren der Papiere sofort, dass er nicht mehr mit der Leeze fahren darf. Die Folge wäre ein Zwangsgeld über 500 Euro.

Die Ordnungsverfügung würde erst wieder aufgehoben werden, „wenn der Mann ein medizinisch-psychologisches Gutachten darüber vorlegt, dass er nicht mehr trinkt oder erkannt hat, dass man nach Alkoholgenuss nicht mit dem Rad fahren darf“, sagt Ordnungsamtsleiter Martin Schulze-Werner .

Er weiß um die verhältnismäßig vielen alkoholisierten Radfahrer auf Münsters Straßen. „Das Rad ist kein Spielzeug, sondern ein Fahrzeug, das so wie ein Auto am Verkehr teilnimmt und damit allen Vorschriften unterliegt“, erklärt Schulze-Werner die strengere Verwaltungspraxis.

Neun weitere Münsteraner müssen zukünftig wohl zu Fuß gehen. Sie haben ihren Führerschein lange verloren und sind wiederholt betrunken auf dem Fahrrad erwischt worden.

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