Rasenheizung im Preußen-Stadion bleibt Streitpunkt
Neues Paket gegen „Sanierungsstau“

Münster -

Die erste Vorlage der Verwaltung zur Sanierung des Preußen-Stadions ist bei der Politik durchgefallen. Jetzt hat die Verwaltung denn zweiten Versuch gestartet.

Samstag, 21.04.2012, 12:04 Uhr

Rasenheizung im Preußen-Stadion bleibt Streitpunkt : Neues Paket gegen „Sanierungsstau“
Im Preußen-Stadion gibt es noch gewaltigen Sanierungsbedarf: Die Stadtveraltung hat jetzt eine neue Vorlage dazu vorgelegt. Foto: Oliver Werner

Alexander Kujat, Sprecher der SPD-Ratsfraktion, sagt es in aller Offenheit: Die erste Vorlage der Verwaltung mit Sanierungsvorschlägen zum Preußen-Stadion sei schlicht „Mist“ gewesen. Jetzt liegt ein neues Papier auf dem Tisch – und das findet immerhin in Teilen Gnade bei den Fraktionen.

Der neue von der Verwaltung vorgelegte Plan, der zuerst am kommenden Donnerstag (26. April) ab 17 Uhr im Stadtweinhaus im Sportausschuss beraten wird, sieht Ausgaben in Höhe von 1,46 Millionen Euro für dieses und das kommende Jahr vor. Möglicherweise erhöht sich diese Summe um rund 300 000 Euro, falls sich bei der Spielfeldsanierung herausstellt, dass Altlasten entsorgt werden müssen. Bisher stehen im Haushaltsplan bis 2014 lediglich 900 000 Euro bereit. Im von der Stadt geschnürten Paket sind neben der Erneuerung des Spielfeldes inklusive einer Vorinstallation der Rasenheizung die Modernisierung der Sanitärgebäude, die Verbesserung des Brandschutzes und die Beseitigung von bisherigem „Sanierungsstau“ enthalten.

Während sich die CDU-Fraktion erst bei ihrer Sitzung am kommenden Montag eine Meinung bilden will, sind sich SPD , Grüne und FDP bereits in einem Punkt einig: „Die Vorinstallation der Rasenheizung in Höhe von 195 000 Euro ist keine städtische Angelegenheit“, wie Kujat unisono mit Hery Klas (Grüne) und Carola Möllemann-Appelhoff (FDP) betont. Die Sanierung des bloßen Rasens ist für SPD und FDP dagegen nicht strittig. Die Grünen fragen dagegen den Verein, warum er mit den seinerzeit von der Stadt ausgezahlten fünf Millionen lediglich die Haupttribüne, aber nicht etwa das Spielfeld erneuert habe.

Über 500 000 Euro Sanierungskosten, für die es bisher keine Deckung im Haushalt gibt, sollen nach Vorstellung der Verwaltung vom SC Preußen vorfinanziert werden. Grundsätzlich müsse dieser Betrag später an anderer Stelle eingespart werden, heißt es bei SPD und Hery Klas (Grüne). Er will aber, ebenso wie SPD und FDP, dass die Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und Hygiene sofort durchgeführt werden, alle anderen Sanierungsschritte sollen erst Gegenstand bei den Haushaltsplanberatungen für 2013 sein. Alle Fraktionen sind am Montag von der Stadtverwaltung und am Dienstag vom Verein vor der ersten parlamentarischen Entscheidung zur Stadionbegehung eingeladen. Auch davon werde die Entscheidung abhängen, heißt es.

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