Blick über den Tellerrand
175 Jahre „Pflüger“: Burschenschaft feierte rundes Jubiläum

Münster -

Seit 175 Jahren gibt es die Burschenschaft der Pflüger. Dieses runde Jubiläum wurde am Wochenende in Münster gebührend gefeiert.

Montag, 28.05.2012, 19:05 Uhr

Blick über den Tellerrand  : 175 Jahre „Pflüger“: Burschenschaft feierte rundes Jubiläum
Die Pflüger feierten ihr 175-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Münster Foto: Piontek

Gegründet in Halle an der Saale, zu Zeiten der Nazis und der DDR verboten und in Münster einen Neuanfang gewagt – die Burschenschaft der Pflüger hat einiges erlebt seit ihren Anfängen im Jahre 1837. Ihr 175-jähriges Bestehen hat die schlagende Verbindung am Pfingstwochenende gebührend gefeiert.

„Offizieller Höhepunkt ist unser Stiftungsfest in Münsters Speicherstadt, zu dem neben unseren Aktivitas und der Altherrenschaft auch eng verbundene Burschenschaften aus ganz Deutschland geladen sind“, erklärt Jan Schmelzle , Mitglied der Pflüger. In feierlicher Atmosphäre wurden gemeinsam Lieder gesungen.

Den zeremoniellen Höhepunkt der Veranstaltung stellte die Vollziehung des Landesvaters dar, ein Ritual, bei dem einander gegenüberstehende Burschenschafter durch einen Händedruck, ihre Zugehörigkeit zu der Burschenschaft neu bekunden. Der hohe Stellenwert ihrer Traditionen sei der Grund, warum die Pflüger eine der ältesten deutschen Burschenschaften seien, meint Jan Schmelzle.

„Die Burschenschaft lebt von ihren Mitgliedern und natürlich bringt jede neue Generation Veränderungen mit sich, aber unser Fundament ist über all die Jahre das gleiche geblieben.“ Es sei der Anspruch der Pflüger gewesen, politisches Bewusstsein zu fördern. „Gerade in Zeiten des extrem verschulten Bachelorstudiums ist es uns wichtig, dass unsere Burschen über den Tellerrand hinausschauen.“

Dazu trage auch der Austausch unter den 139 Mitgliedern bei. „Bei uns treffen sich Alt und Jung auf Augenhöhe, erziehen und bereichern einander.“ Dass nicht jeder etwas mit dieser Gemeinschaft anfangen könne, ist Schmelzle bewusst, doch er empfiehlt einen Blick hinter die Fassaden: „Die Vorurteile beruhen meist auf Unwissen, und wer unser Miteinander erlebt, sieht die Burschenschaft danach oft mit anderen Augen.“

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