Die Sonne scheint im Stahlbeton
„Here comes the sun“: Erste Ausstellung im Rhenus-Flechtheim-Speicher am Hafen

Münster -

In der Sonne ist es zappenduster. Nur ein paar Protonen fliegen darin herum und stoßen sich gegenseitig ab. Diese Wasserstoffprotonen, kleine Lichtfünkchen, tanzen auf einem runden Tisch in einem dunklen Raum. Wer mag, kann mit den Händen über die Tischoberfläche wischen und so die Protonen aufeinanderprallen lassen. Dann gibt es kleine Funken, und es zischt und knallt.

Sonntag, 13.05.2012, 14:05 Uhr

Die Sonne scheint im Stahlbeton : „Here comes the sun“: Erste Ausstellung im Rhenus-Flechtheim-Speicher am Hafen
Kräftig pumpen! Diese Ballons stehen als anschauliches Beispiel für den Energieverbrauch in Deutschland und Amerika. Der amerikanische ist größer . . . Foto: Oliver Werner

Klingt nach einem Kinderspiel. Ist aber nichts anderes als ein anschauliches Bild dessen, was in der Sonne passiert: Die Wasserstoffprotonen werden zu Helium und setzen dabei jede Menge Energie frei – die Sonne scheint. Wie gut, dass sie es tut. Die Sonnenenergie ist die Voraussetzung für alles Leben auf der Erde. Die Ausstellung „Here comes the sun“ macht das spielerisch deutlich.

Der Verein Kindermuseum hat sie nach Münster geholt, denn sie soll Kinder von sieben bis 14 Jahren in das Thema Energie einführen. An den vielen bunten Mitmachstationen haben aber auch verspielte Erwachsene ihre helle Freude. Die Ausstellung ist schön – aber dass sie in der kühlen Betonsäulenhalle des Rhenus-Speichers am Hafen stattfindet, ist fast noch schöner.

Es ist das erste Mal, dass das gigantische Industriedenkmal als Kunstort genutzt wird – eine Premiere für die Stadtwerke als Hauseigentümer und eine Premiere für den Kreativkai, der damit den südlichen Teil des Hafenbeckens erreicht. Das gesellschaftliche Ereignis am Freitagabend schien dabei die Vernissage selbst zumindest vorübergehend in den Schatten zu stellen. „Tout Münster“ war dabei, um den Speicher zu bestaunen.

„Wir erleben hier die Erfüllung eines Traums“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe . Schließlich sei Münster als Stadt von Wissenschaft und Lebensart am Kreativkai am besten zur erkennen. Und für den jungen Veranstalterverein sei die erste Ausstellung ein enorm wichtiger Schritt: „Damit ist das Kindermuseum endgültig in den Köpfen verankert.“ Die Ausstellung „Here comes the sun“ ist bis zum 8. Juli im Speicher am Mittelhafen zu sehen.

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