Kundgebung "Pro NRW" verläuft friedlich
Ein Dutzend Rechtsextremer demonstriert vor Hiltruper Moschee

Münster -

Die rechtsextreme Vereinigung Pro NRW veranstaltete am Montag eine islamfeindliche Kundgebung vor einer Hiltruper Moschee. Ihr standen mehr als 100 Gegendemonstranten gegenüber. Zu Zwischenfällen kam es nicht.

Montag, 07.05.2012, 19:05 Uhr

Kundgebung "Pro NRW" verläuft friedlich  : Ein Dutzend Rechtsextremer demonstriert vor Hiltruper Moschee
Foto: Oliver Werner

Die selbst ernannten „Verteidiger des christlichen Abendlandes“ fahren mit einem silbernen Bulli vor der Moschee an der Hiltruper Hansestraße vor. Während die Angehörigen der Ahmaddiya-Gemeinde ein Banner mit der Aufschrift „Liebe für alle, Hass für keinen“ gehisst haben, kleben auf dem Fahrzeug der als rechtsextremistisch geltenden Vereinigung Pro NRW Sticker mit Sätzen wie „Wir lieben Heimat“ und „Freiheit statt Islam“.

Pfiffe gellen, als die gerade mal elf Anhänger von Pro NRW beginnen, ihre Lautsprecheranlage aufzubauen – unter den Augen von mehr als 100 Gegendemonstranten, die einem Aufruf des Bündnisses „Keinen Meter den Nazis“ gefolgt sind, und mindestens 100 Polizeibeamten. „Nach den Ereignissen von Bonn haben wir die Lage neu bewertet“, betont Polizei-Sprecher Jan Schabacker. Dort hatte es am Samstag nach einer Pro-NRW-Kundgebung Übergriffe von Salafisten gegeben, mehrere Beamte wurden schwer verletzt. Anders in Münster: Hier endet die Kundgebung nach einer guten Stunde ohne größere Zwischenfälle.

Kundgebung vor Hiltruper Moschee

1/43
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner
  • Mehr als 100 Demonstranten protestierten gegen die PRO-NRW-Kundgebung vor der Hiltruper Moschee.

    Foto: Oliver Werner

Die Redner von Pro NRW geben sich hochaggressiv. Ein Einpeitscher wettert gegen „fußlahme“ Gegendemonstranten und „die linke Presse“, bevor er das Mikrofon an Lars Seidensticker , Bundesgeschäftsführer von Pro NRW, übergibt. Auch er provoziert Gegendemonstranten, Presse – und Polizei. Letzterer platzt nach einer halben Stunde der Kragen; Weil die Lautsprecher von Pro NRW lauter sind als bei elf Kundgebungsteilnehmern erforderlich, zieht ein Beamter kurzerhand den Stecker. Nun kann Seidensticker nur noch mit Hilfe eines Megafons seine Parolen verbreiten.

„Ich habe einen Job, meine Kinder arbeiten, wir sind integriert“, sagt ein muslimischer Anlieger, während Seidensticker atemlos hetzt – und schließlich Plakate mit den umstrittenen Mohammed-Karikaturen in Richtung Moschee reckt. „Jetzt machst du ganz große Scheiße“, sagt der Nachbar. Freunde müssen ihn beruhigen. Die Polizei lässt Seidensticker gewähren. „Es macht keinen Sinn, die Karikaturen zu entfernen“, sagt Behördensprecher Schabacker.

Protest gegen Pro-NRW-Kundgebung

Um 16.30 Uhr ist der Spuk vorbei. Die Pro-NRW-Anhänger fahren weiter in die nächste Stadt, die Gegendemonstranten packen ihre Banner ein. Damit geht „eine Ekel erregende Provokation“ zu Ende, die „einer demokratischen Gesellschaft unwürdig ist“, so Josefine Paul, Landtagsabgeordnete der Grünen. Carsten Peters vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt, „dass in Münster kein Platz für Nazis ist“. Sympathisanten von „Pro NRW“ waren jedenfalls an diesem denkwürdigen Nachmittag in einem Hiltruper Industriegebiet weit und breit nicht in Sicht.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/723454?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F597155%2F738953%2F
Pferde in Borken verendet - möglicherweise vergiftet
Polizei sucht Zeugen: Pferde in Borken verendet - möglicherweise vergiftet
Nachrichten-Ticker